39. Südbayerische Rennbahnbörse lockte mit Stadtmeisterschaft

Große Freude an kleinen Flitzern

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Auch in diesem Jahr war die Rennbahnbörse in der Stadthalle ein voller Erfolg.
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Konzentrierte Blicke verfolgen zwei Miniaturautos, die eilig über die zweispurige Carrera Rennbahn flitzen. Die jeweiligen Fahrer haben sich unmittelbar vor der Bühne, auf der die Bahn aufgebaut wurde, platziert und tippen vorsichtig ihre Handregler an, mithilfe derer sie ihre Wägen durch die engen Kurven lotsen können.

Germering - Insgesamt gibt es drei Disziplinen, in denen sich die Wagenlenker messen konnten: der schnellste Fahrer, das schnellste Auto und der schnellste Nachwuchspilot. Zu Beginn tummeln sich am vergangenen Sonntag jedoch nur ein paar rennbegeisterte Fahrer vor der Bühne. Das liegt allerdings daran, dass die Stadtmeisterschaft zum ersten Mal im Zuge der 39. Südbayerischen Rennbahnbörse im Amadeussaal der Stadthalle Germering veranstaltet wurde. Deshalb müssen zuerst die besten Schnäppchen rund um Fahrzeuge und Ersatzteile an den Ständen der Aussteller gesichert werden. Danach konnten die etwa 200 Besucher ihr Glück dabei versuchen, die winzigen Autos über die engen Spuren zu manövrieren, um innerhalb des Limits von drei Minuten die bestmögliche Zeit zu erzielen.

Bereits 20 Jahre Rennbahnbörse

Seit 20 Jahren findet die Börse zweimal im Jahr statt und wird seit 2018 von Bernd Linden, Eigentümer der Auto-Modellbahn-Welt in Germering, organisiert. Der Veranstalter erfreut sich vor allem daran, dass eine Plattform für Fans der rasanten Rennautos geschaffen wurde. „Das persönliche Gespräch und das Fachsimplen lässt sich einfach durch nichts ersetzen“, betont Linden.  Der individuelle Austausch untereinander gehört seit Jahren genauso dazu, wie das Jagen und Sammeln neuer Schmuckstücke oder alter Raritäten. Dieses Phänomen kennen das Ehepaar Gabi und Dieter nur zu gut, bereits seit Jahren pflegen sie nämlich dieses Hobby. Der 62-jährige Dieter hatte bereits mit acht Jahren seine erste Rennbahn geschenkt bekommen, dem Hobby wurde damals aber noch nicht so nachgegangen wie heute. Viele Jahre später ist die Leidenschaft wieder entfacht worden, als seine Frau Gabi selbst einige Rennen gefahren ist. Mit der Zeit hat sich aber das Publikum auf den Rennbahnbörsen verändert. „Die Leute wachsen nicht mehr nach, es kommen kaum noch junge Menschen zu solchen Veranstaltungen“, erzählt Dieter. 

Altersloses Hobby

Trotzdem kann man an diesem Tag den einen oder anderen Nachwuchs entdecken. Wie zum Beispiel der kleine Max, der mit seinem Vater Robert zum ersten Mal eine Rennbahnbörse besucht. Begeistert schwingt er ein buntes Fähnchen, auf dem in roten Lettern „Carrera“ gedruckt ist und beobachtet seinen Vater, der versucht seinen Rennwagen geschmeidig durch die schmalen Kurven der Bahn gleiten zu lassen. „Wir haben selbst eine Bahn zu Hause, basteln daran herum und fahren Rennen,“ erzählt Robert begeistert. Das gemeinsame Rennen fahren macht auch den drei Freunden Thomas, Michael und Mike besonders viel Spaß. An diesem Tag wird allerdings nicht über die Spuren gedüst. Die Männer unterhalten sich nämlich ausgiebig über die neuesten Errungenschaften und wühlen in ihren Tüten, um die kleinen und teilweise sehr bunten Rennautos zu präsentieren und miteinander vergleichen zu können. Die Begeisterung lässt sich leicht erklären, „es ist eben wie Rennsport nur in klein“, sagt Thomas lächelnd.

Julia Huß

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