Start in eine neue Zeit 

Südumfahrung Maisach ist für den Verkehr freigegeben

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In Anwesenheit zahlreicher Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter die beiden MdL Benjamin Miskowitsch (CSU) und Hans Friedl (FW), Landrat Thomas Karmasin und Brucks OB Erich Raff sowie vieler Maisacher Bürger erfolgte am 18. Dezember die offizielle Verkehrsfreigabe der Südumfahrung Maisach. Die Witterung ließ es zu, dass die Asphaltierungsarbeiten des Zehn-Millionen-Euro-Projekts (5,8 Millionen Euro Zuschuss durch Freistaat) noch im alten Jahr abgeschlossen werden konnten. Die Bevölkerung hatte bereits am vergangenen Wochenende die Möglichkeit erhalten, zu Fuß oder mit dem Rad die 3,6 Kilometer lange Staatsstraße zu erkunden.

Maisach - Als einen besonderen Tag bezeichnete Maisachs Bürgermeister Hans Seidl die Eröffnung der Südumgehung. Ohne den Landtagsvizepräsidenten a. D., Reinhold Bocklet, wäre die Entwicklung und die Umsetzung der Maßnahme nicht möglich gewesen, stellte Seidl heraus. „Heute eröffnen wir nicht nur eine neue Straße. Heute ist der Start in eine neue Zeit. Eine Zeit mit weniger Verkehr und Belastung für die Menschen an der Durchgangsstraße für Maisach. Es beginnt aber auch die Zeit, in der dieses Gelände 14 Jahre nach Aufgabe der militärischen Nutzung in einer neuen Art und Weise der Region und den Menschen dienen wird.“ 

Mut, Entschlossenheit und Fortgang

Es sei heute der Moment, in dem allen noch einmal stark ins Bewusstsein gerufen werde, dass die Konversion dieses Areals eine große Verantwortung für alle in der Gegenwart, noch mehr für alle Generationen in der Zukunft in sich birge. „Dieser Verantwortung sollen und können wir nur gemeinsam gerecht werden.“ Der zwischen Bruck, BMW und Maisach kürzlich geschlossene städtebauliche Vertrag sei ein gutes Zeichen dafür, so Seidl. Er habe sich sehr über die Einladung gefreut, sagte Bocklet bei seinem Grußwort, denn für ihn sei heute ein ganz besonderer Tag. Wenn man seit dem ersten Tag an der Sache mit beteiligt ist, dann freut einen die Fertigstellung der Straße umso mehr. Bocklet erinnerte seinerzeit an den Mut von Altbürgermeister Gerhard Landgraf, ohne den längst ein Flugplatz für Zivilflieger entstanden wäre, und an die Entschlossenheit des Gemeinderats, das beschlossene Konzept durchzusetzen. Ohne die Entscheidung von BMW, sich am Fliegerhorst anzusiedeln, so Bocklet weiter, wäre der Fortgang der Überplanung dieses Gebietes nicht möglich gewesen. Vor zehn Jahren habe der Landtag das Flächenentwicklungsprogramm geändert. 

Bocklet: Ein Glücksfall für diesen Raum

„Das war der schwierigste Punkt, weil 20 Jahre lang die Zivilflieger in Fursty angesiedelt werden sollten. Doch nachdem BMW ein Konzept zur Nachnutzung vorgelegt hatte, konnte die Mehrheit im Landtag überzeugt werden.“ Und auch die europäische Union hinsichtlich des FFH-Gebiets in die richtige Richtung zu bringen, sei nicht einfach gewesen, so Bocklet. „Es ist insgesamt ein Glücksfall für diesen Raum“, sagte er, „dass es zu einer Vereinbarung der Stadt Fürstenfeldbruck, BMW und der Gemeinde Maisach auf diesem Gelände gekommen ist und die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde Maisach durch Bürgermeister Hans Seidl und dem Gemeinderat konsequent genutzt wurden.“

Bunte Luftballons besiegen die Eröffnung der Straße

Insgesamt gesehen sei es ein Beispiel dafür, dass, wenn man nur hartnäckig bleibe, auch die größten Schwierigkeiten überwunden werden können, die zweifellos vorhanden waren. „Es ist ein Geschenk, wie man es sich so eine Woche vor Weihnachten wünscht“, sagte Karmasin bei seinem Grußwort. Ein Geschenk, das zukunftsweisend ist. „Es ist nicht nur eine Straße, sondern symbolisch könnte es stehen für einen Aufbruch, für einen Weg in eine Entwicklung, die wir hier am und um den Fliegerhorst nehmen werden, wenn wir sie klug und behutsam entwickeln, die die gesamte Region verändert.“ Nach der Segnung durch Pfarrerin Kerstin Greifenstein und Pfarrer Terance Palliparambil erfolgte die Freigabe der Straße durch die Klasse zwei „d“ der Grundschule Maisach mit Rektorin Jung und Klassenleiterin Kunert. Sie öffneten ein mitten auf der neuen Straße stehendes überdimensionales Paket, aus dem bunte Luftballons in den blauen Himmel schwebten. „Die Kinder“, so Seidl, „symbolisieren die Zukunft unserer Gemeinde und unserer Region. Für unsere Kinder bringen wir solche Projekte auf den Weg.“ 

Dieter Metzler

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