9000 Euro Barspenden gingen bei der Benefizveranstaltung für Syrien in Grafrath ein

Asylkreis Grafrath unterstützt Dialysestation in Afrin/Syrien

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Im Beduinenzelt lauschten die Kleinen den Abenteuern von Ali Baba und den 40 Räubern"

Grafrath - An Christi Himmelfahrt fand in der Aula und im Garten der Schule eine Be-nefizveranstaltung für Syrien mit kulinarischen und musikalischen Highlights statt. Von 15 bis 20 Uhr konnten die Besucher in die arabisch-kurdische Lebensart eintauchen, Köstlichkeiten aus Syrien und von Syrern gebrauten Mokka genießen. Die vom Grafrather Asylhelferkreis organisierte Benefizveranstaltung zog zahlreiche Gäste, nicht nur aus Grafrath, an. 

 Neben typischen Speisen aus der Region, verschiedenen Infoständen, einer orientalischen Shisha-Lounge und traditioneller Handwerkskunst, gab es zum Auftakt syrische Tänze für alle Tanzbegeisterten. Im Außenbereich lauschten Kinder im Beduinenzelt einer Märchenerzählerin oder tobten auf dem Spielplatz. Thomas Prieto Peral hielt um 16 Uhr einen Bildervortrag über das "Leben im Flüchtlingslager". Der Kirchenrat berichtete hautnah von den Eindrücken aus seiner Reise Anfang Mai.

Zahlreiche Besucher bekamen einen Einblick in die arabisch-kurdische Lebensart

Monika Glammert-Zwölfer vom Helferkreis Asyl Grafrath, machte nochmals auf den Zweck der Veranstaltung aufmerksam: "In Syrien herrscht Krieg. Wir vom Asylhelferkreis Grafrath und die hier lebenden Flüchtlinge wollen helfen". Durch den Kauf von Losen, Geldspenden oder einer Überweisung, konnten die Besucher an diesem Nachmittag zwei Hilfsprojekte unterstützen: Zum einen plant der Asylkreis Grafrath zusammen mit dem Medikamentenhilfswerk "action medeor e.V." und einer syrischen Hilfsorganisation, eine Dialysestation im Nordwesten Syriens (im Gebiet Afrin) einzurichten und zwei gebrauchte Dialysegeräte mit dem nötigen Zubehör dorthin zu bringen. 

Das andere Hilfsprojekt will die dringende medizinische Versorgung der Flüchtlinge gewährleisten, die aus den syrischen Kriegsgebieten in die Provinz Al Hasaka (an der Grenze zum Nordirak gelegen) strömten. Insgesamt gingen an diesem Nachmittag knapp 9000 Euro an Barspenden ein (abzüglich der Kosten für die Ausgaben von etwa 2000 Euro) und bis jetzt etwa 3000 Euro, die überwiesen wurden. 

Monika Glammert-Zwölfer freut sich über die Spenden, die den beiden Hilfsprojekten zugute kommen und hofft, dass noch mehr zusammenkommt. "Für die Dialyse benötigen wir weiterhin Spenden, um den Betrieb vor Ort aufrechterhalten zu können".

Nicole Burk

 

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