Syrischer Logistik-Experte zu Gast im Industriegebiet Maisach - Internationale Geschäfte von politischen Unruhen unberührt - MENA-Forum Bayern am ...

Saleh Keichour (65), unser Foto zeigt den Syrer am Schreibtisch seines Maisacher Gastgebers Thomas Paar, ist häufig in Deutschland und weltweit unterwegs. Foto: groupage service Syrien, Maisach.

Scheinbar unberührt von den blutigen Unruhen in Syrien und den arabischen Nachbarländern laufen die internationalen Geschäfte weiter: Am 17. Mai war der Präsident des SFIFF - Syrian Federation of International Freight Forwarders, Saleh Keichour (65), langjähriger Repräsentant des Maisacher Logistikunternehmens Groupage Service Syrien GmbH im Industriegebiet zu Gast - nach einem Kurzbesuch in Bamberg und Berlin. Bevor er am nächsten Tag nach Kairo startete und danach noch Mailand und China ansteuert, wünschte sich der Syrer sein deutsches Lieblingsgericht: Spargel.

Keichour International Transport & Trading hat Büros in aller Welt - spezialisiert auf Luftfracht, LKW-Spedition und Seefracht. Offices Overseas befinden sich in Istanbul, Mersin/Türkei, München/ Deutschland, Sofia/Bulgarien, Bukarest/Rumänien, Warschau/Polen, Milano/Italien, Barcelona/Spanien, Teheran/Iran, China und Taiwan, Süd-Korea, Brasilien, USA, Beirut/Libanon, Amman, Jordanien, Dubai, UAE und Irak - neben den Niederlassungen im Heimatland Syrien. Der Vater von vier Kindern - drei Söhne und eine Tochter, ist stolzer Großvater von acht Enkeln, wie er dem Kreisboten in einem telefonischen Kurzinterview verriet. Deutschland kennt der syrische Gast schon lange und gut, Keichour verständigt sich auf Englisch. Die Familien Keichour und Paar - Thomas Paar ist Geschäftsführer des Logistikunternehmens im Maisacher Industriegebiet, das in osteuropäischen Ländern, der Türkei, Irak, Iran, Syrien und Georgien engagiert ist, kennen sich seit über 30 Jahren. Regimesturz in Tunesien und Ägypten, Bürgerkrieg in Libyen, Unruhen in Algerien, Syrien, Jordanien und Bahrain – die arabische Welt steht vor großen Umwälzungen. Wie die IHK München mitteilte, werde andererseits in den Golfstaaten, vor allem in Saudi Arabien und Abu Dhabi, kräftig in die Infrastruktur investiert. Katar werde als Austragungsort der WM 2022 einen eindrucksvollen Wachstumsschub erleben. Die deutschen Exporte in die Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens betrugen nach IHK-Angaben 2010 rund 36 Milliarden Euro. Dies bedeute einen Anstieg von 14% gegenüber 2009. Das MENA-Forum Bayern findet am 7. Juni 2011 in den Räumen der Bayerischen Landesbank in München statt. Länderexperten informieren über die aktuelle politische Lage und deren wirtschaftliche Konsequenzen, über Chancen und Risiken, Markteinstiegsstrategien, rechtliche Rahmenbedingungen, Finanzierungsfragen und aktuelle Projekte. Neben einer Podiumsdiskussion werden die Länder Ägypten, Algerien, Tunesien, Marokko, Abu Dhabi, Katar, Saudi-Arabien und als eigenes Thema "Der Irak im Wiederaufbau" behandelt. Einzelgespräche werden interessierten Geschäftsleuten angeboten zu Ägypten, Algerien, Bahrain, Katar, Kuwait, Marokko, Oman, Saudi-Arabien, Tunesien, VAE. Vor Ort werden auch Geschäftsführer der jeweiligen Handelskammern sein.

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