Täter von 14 Raubüberfällen auch im Raum FFB überführt – Polizeipräsident dankte Abdullah Gevher für sein engagiertes Mitwirken als Zeuge

v. l. n. r.: Gülbahar Gevher, Abdullah Gevher, Polizeipräsident Walter Kimmelzwinger, Kriminalhauptkommissar Robert Fitz. Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Im Dezember 2009 hatte die Raubüberfall-Serie begonnen: Ein zunächst unbekannter Mann hatte bis November 2010 in drei Bundesländern insgesamt 14 Raubüberfälle verübt und dabei rund 130.000 Euro Beute gemacht. Drei Verbrauchermärkte und neun Filialen einer Drogeriekette in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen und die dort tätigen Angestellten wurden Opfer seiner Raubtaten. Allein sieben dieser Taten fanden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern statt. Märkte in Olching, Maisach, Dachau, Gröbenzell, Moosburg an der Isar, Neuburg an der Donau und in Puchheim wählte der Unbekannte für seine Raubzüge aus. Durch den Zeugen Abdullah Gevher, der den Täter erstmals unmaskiert beobachtete, wurde die Aufklärung der Raubüberfallserie ermöglicht.

Meist wartete der Täter den Ladenschluss ab und bedrohte dann die noch anwesenden Mitarbeiter mit einer Handfeuerwaffe um die Herausgabe der Tageseinnahmen zu erpressen. Obwohl er die Waffe, bei der es sich wie sich später herausstellte um eine Schreckschusspistole handelte, niemals einsetzte, haben viele der Opfer noch immer mit der psychischen Bewältigung des Überfalls zu kämpfen. Die wohl entscheidende Wende in den Ermittlungen trat nach einem Überfall auf einen Drogeriemarkt in Neuburg an der Donau am 05.10.2010 ein. Hier wurde der Räuber nach dem Verlassen des Ladens erstmals ohne Maskierung von dem Zeugen Abdullah Gevher beobachtet. Abdullah Gevher wirkte auf Veranlassung der in diesem Fall ermittelnden Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt bei der Erstellung eines Phantombildes mit. Durch die konzentrierte Mitarbeit des Zeugen und sein offensichtlich hervorragendes Personengedächtnis entstand beim Bayerischen Landeskriminalamt ein Phantombild, das sehr exakt das tatsächliche Aussehen des Täters wiedergab. Aufgrund des Phantombildes und der nach einem Überfall am 23. November 2010 in Puchheim entstandenen Videoaufzeichnungen, konnte Ende November 2010 ein 39-jähriger Mann als Tatverdächtiger identifiziert werden. Der Verdächtige setzte sich unmittelbar nach Veröffentlichung des Phantombildes von seinem Wohnort im Raum Fürstenfeldbruck ab. Unter Federführung der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck konnte der Flüchtige jedoch am 7. Dezember 2010 in Berlin ermittelt und dort festgenommen werden. Er wurde im September 2011 zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren und 9 Monaten verurteilt. Polizeipräsident Walter Kimmelzwinger dankte Abdullah Gevher am 01.12.2011 für sein engagiertes und konzentriertes Mitwirken, womit er wohl den entscheidenden Beitrag zur Ermittlung des Täters und auch zur Beendigung einer fast ein Jahr andauernden Raubüberfallserie geleistet hat. Zusammen mit Kriminalhauptkommissar Robert Fitz, Sachbearbeiter des Raubüberfalls in Neuburg und zugleich stellvertretender Kommissariatsleiter K 2 bei der Kripo Ingolstadt, sprach der Polizeipräsident dem Zeugen seine Anerkennung dafür aus. Zugleich konnte er Abdullah Gevher eine Geldzuwendung des Polizeipräsidiums als Zeichen der Anerkennung für sein Mitwirken bei der Aufklärung dieser Straftaten übergeben.

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