Tödlicher Zwischenfall bei Tauchgang von erfahrenen Rettungstauchern aus FFB

Zwei Tote und ein Überlebender  nach Tauchunglück im Starnberger See

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Große Betroffenheit herrscht bei den Mitgliedern der Wasserwacht FFB und im BRK-Kreisverband über den Tod der beiden Rettungs-Taucher, die bei einem privaten Tauchgang ums Leben kamen.

Fürstenfeldbruck - Die Wasserwacht  im BRK Fürstenfeldbruck  trauert um zwei Rettungstaucher, die bei einem privaten Tauchgang am 24. März im Starnberger See ums Leben gekommen sind. Die drei Taucher, ein 67-jähriger, ein 47-jähriger und ein 46-jähriger waren  in 56 Metern Tiefe  zu einem Notaufstieg gezwungen.  Der einzige Überlebende, ein 46-jähriger Taucher,  wurde nach einem Klinikaufenthalt  am 25. März wieder nach Hause entlassen  und  inzwischen zu dem Hergang des Unfalls  von der Kripo Fürstenfeldbruck befragt, die die weiteren Untersuchungen führt. 

Die drei erfahrenen Rettungstaucher aus Fürstenfeldbruck, zwei sind Familienväter, waren am Sonntag zu der bei Tauchern beliebten "Allmannshauser Steilwand" bei Berg am Starnberger See aufgebrochen. Nach der Winterpause war dort das Tauchen wieder erlaubt. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord mitteilte, hörten Spaziergänger gegen 8.10 Uhr morgens Hilferufe und zogen zwei der Taucher aus dem Wasser an das Ufer. Trotz sofortiger Reanimation durch alarmierte Rettungskräfte verstarb der 67-jährige Taucher noch vor Ort, sein 46-jähriger Kollege wurde in eine Klinik eingeliefert. Nach dem vermissten dritten Taucher suchten ein Großaufgebot von Helfern, darunter auch Rettungstaucher der Bereitschaftspolizei München. Der Verunglückte wurde unter Einsatz eines Tauchroboters  der Münchner Bereitschaftspolizei in 53 Metern Tiefe geborgen, nachdem ihn Polizei-Taucher gegen 16.40 Uhr geortet hatten. 

Wie die Kripo erklärte, sei es aus Gründen, die noch nicht geklärt sind, in einer Tiefe von 56 Metern zu einem Notfall gekommen. Den Tauchern  blieb nur noch eine Alternative, sie mussten einen sofortigen "Notaufstieg" vornehmen, der jedoch als äußerst riskant gilt, weil es zu lebensbedrohlichen Zwischenfällen kommen kann: Lungenrisse, Hirnschädigungen, Lähmungen mit tödlichem Ausgang.  Inzwischen ist der aus der Klinik entlassene überlebende Taucher zum Hergang des Unglücks von der Kripo befragt worden. Einzelheiten dazu wurden nicht bekanntgegeben. Die Polizei äußerte sich auch nicht zu Mutmaßungen in Medienberichten, wonach möglicherweise ein technischer Defekt bei der Ausrüstung nicht ausgeschlossen werden könne. 

Auch liege noch kein Bericht über das  Ergebnis der am Dienstag, 26. 3. 2013 angesetzten Obduktion vor. Ein Sprecher der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord bestätigte am Dienstag auf Anfrage lediglich, dass das Equipment der Taucher, bestehend aus Tauchcomputer, Flaschen, Ausrüstung etc. sichergestellt worden sei und eingehend untersucht werde.  

 Rainer Bertram, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbandes FFB erklärte gegenüber dem Kreisboten: "Unsere Mitglieder sind tief betroffen und schockiert über den tragischen Tod der beiden Taucher, die jahrzehntelange Erfahrung hatten. Sie befanden sich jedoch am Sonntag nicht in einem Einsatz, sondern sie waren in ihrer Freizeit zu dem Tauchgang aufgebrochen. Der dritte Taucher wurde inzwischen wieder aus der Klinik entlassen."  

An der beliebten "Allmannshauser Steilwand" kam es im Laufe der letzten Jahre insgesamt zu 17 Unglücken. 


redkb

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