Taxifahrern fehlen die Fahrgäste

Auch die Taxibranche hat hohe Umsatzeinbußen: Touristen und Feiernde bleiben aus

Mdl Hans Friedl spricht mit dem corona-geplagten Taxifahrer Tobias Probst aus Fürstenfeldbruck
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Hans Friedl MdL (links) trifft den corona-geplagten Taxifahrer Tobias Probst.

Fürstenfeldbruck/Landkreis – Taxifahrer haben es im Lockdown schwer. Ihr Betrieb wurde nicht untersagt, sie müssen ihre Dienste weiterhin anbieten.

Wie Taxifahrer Tobias Probst in einem Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Hans Friedl erwähnte, läuft das Geschäft derzeit gegen Null.

Die Gründe sind schnell festzustellen, so Probst. Die Gasthäuser haben geschlossen, Hotels nur einen Notbetrieb, keine Messen, keine Krankentransporte, keine Fahrten zum Flughafen und wenn man sich die Hauptstraße in Fürstenfeldbruck ansieht, sind seit der Maskenpflicht noch weniger Leute unterwegs. Den Umsatzeinbruch schätzt er seit der Corona-Pandemie auf 60 Prozent und der November wird noch um ein Vielfaches schlechter. Obwohl die Hygienemaßnahmen besonders bei den Taxis sehr umfangreich sind. Nach jeder Fahrt wird das Taxi desinfiziert und der Mundschutz bleibt, ohne dass es eine Vorschrift wäre, bei der Fahrt an. Doch diese Maßnahmen laufen wegen drastisch zurückgegangener Kunden in Leere.

Weil der Lockdown in den Dezember hinein verlängert wurde, mussten die beiden Taxis der Firma Arnold, wie bereits vom März bis August dieses Jahres, wieder abgemeldet werden. Grund dafür sind die hohen Betriebskosten für die Taxis, die mit den spärlichen Umsätzen nicht mehr erwirtschaftet werden können. Für den leidenschaftlichen Taxifahrer geht es wieder in Kurzarbeit und Personenbeförderungen gibt es nur auf Abruf und mit Mietwagen.

Letztendlich muss, so Probst in Richtung des Allinger FW-Abgeordneten, die Politik die Menschen mitnehmen und vor allem mit den eingeleiteten Maßnahmen überzeugen.

Aber es ist nicht nur Corona, was den Taxifahrer in diesem Jahr schwer getroffen hat. Der Tod der Juniorchefin Victoria Arnold nach schwerer Krankheit im Frühjahr belastet Probst heute noch.
red

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