Pucher Bürgerversammlung - Thema Straßen

Straßen bewegt die Pucher

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Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (rechts) stand den Bürgern aus Puch Rede und Antwort.

Fürstenfeldbruck – Der Jahrhundertregen im vergangenen Sommer sowie der Verkehr und die diskutierte Umbenennung der Langbehnstraße bewegten die Pucher bei der diesjährigen Bürgerversammlung. Gut 30 Bürger waren hierzu ins Gemeinschaftshaus gekommen.

Vor allem die Situation an der Einmündung der Langbehnstraße in die B2 war in der Diskussion. Die Pucher monierten, das es hier immer wieder zu gefährlichen Situationen mit Radfahrern und Autos kommt. Einer der Bürger wünschte sich ein Stoppschild an dieser Stelle, ein anderer einen Verkehrsspiegel. Die dritte Bürgermeisterin Karin Geißler, die die Versammlung leitete, sagte zu, dass sich die Stadt die Einmündung bei der nächsten Verkehrsschau mit der Polizei und dem Straßenbauamt genauer ansehen werde. 

Umbenennung der Langbehnstraße

Auch über den Stand der Debatte um die Umbenennung der Langbehnstraße wollte ein Pucher informiert werden. Ein neuer Name ist wegen der antisemitischen Haltung des Namensgebers und Schriftstellers Julius Langbehn in der Diskussion. Derzeit wird das Thema in einem Arbeitskreis behandelt, sagte Geißler. „Ein Ergebnis liegt aber noch nicht vor.“ 

Ausbau der Langbehnstraße

Dass die Anwohner der Langbehnstraße bei einem Ausbau ähnlich rückwirkend zur Kasse gebeten werden, wie die Anwohner der Ganghofer Straße in Bruck, diese Angst hatte einer der Pucher. Bei der Ganghofer Straße müssen die anliegenden Grundstücksbesitzer 40 Jahre nach dem Bau der Straße die Erschließungskosten berappen. Das liegt laut Geißler daran, dass die Straße bislang nie fertiggestellt worden sei und deshalb nicht abgerechnet werden konnte. 

Bei der Langbehnstraße liege der Fall jedoch komplett anders, da sie im Rahmen der Dorferneuerung erstellt wurde. Wie Walter Doll vom Tiefbau der Stadt erklärte, sei die Stadt damit ohnehin nicht der Bauherr, sondern das Amt für ländliche Entwicklung. Geißler erklärte außerdem, dass die Stadt nicht auf Teufel komm raus Straßen sanieren werde, bevor eine Gesetzesänderung im Jahr 2021 greift. Dann nämlich soll die Abrechnung von Erschließungskosten nach 20 Jahren verjährt sein. 

Kreisverkehr auf der B2

Wann denn der geplante Kreisel auf der B2 an der Einmündung Zur Kaisersäule kommt, wollte ein anderer Pucher wissen. Laut Geißler liegt die Planung beim Straßenbauamt, eine Rückmeldung von dort stehe bislang aber aus. „Ich schätze, dass es 2018 nichts mehr damit wird“, sagte sie. 

Gitter nehmen mehr Wasser auf

Dass beim Starkregen im vergangenen Sommer in Puch einige Keller voll liefen und es zu Überflutungen kam, beschäftigte die Bürger ebenso. „Da sind einige Dinge zusammengekommen“, sagte Geißler. Laut Doll habe es sich um einen Jahrhundertregen gehandelt. Die Einläufe der Kanalisation habe die ungewöhnlich hohe Niederschlagsmenge nicht mehr aufnehmen können. Doch die Gitter würden demnächst umgerüstet, so dass sie mehr Wasser aufnehmen können.

Ein Pucher wünschte sich außerdem den Fußweg entlang des Waldes in Richtung der Staatsstraße am Ende des Kaiserangers zurück. Doch hier kann die Stadt laut Geißler nichts unternehmen, denn: „Das ist Privatgrund.“

Andreas Daschner

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