Aufstellungsversammlung für Thomas Lutzeier

Erste Hürde geschafft

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Thomas Lutzeier kandidiert für die neu gegründete Gruppierung "Mehr für Bruck" als Oberbürgermeister - doch er benötigt noch 215 Unterschriften.

Fürstenfeldbruck – Den Eindruck, dass Thomas Lutzeier die 20 Gäste noch überzeugen müsste, hatte man nicht. Dennoch stellte sich der 56-Jährige vor und erklärte, warum er der richtige Kandidat für den Oberbürgermeister-Posten sei. Am Ende bekam er alle Stimmen der 15 stimmberechtigten Anwesenden.

Seine Exfrau und seine zwei Töchter sowie Mutter und Stiefvater saßen unter den Gästen der Aufstellungsversammlung. Der Rest waren vor allem Mitglieder der Facebookgruppe „FFB“, die Lutzeier leitet und fast 900 Mitglieder zählt. Zwei Mitgliedern dieser Gruppe, in der kommunalpolitische Themen diskutiert werden, hat Lutzeier es zu verdanken, dass er für den Oberbürgermeister kandidiert. Denn sie haben den Vorschlag eingebracht.

Kinderbetreuung und Gewerbesteuer

Lutzeier erzählte: „Ich lebe schon mein Leben lang in Bruck und bin schon seit der Schule kommunalpolitisch interessiert.“ Als Vater und ehemaliger Brucker Schüler seien ihm vor allem die Schulen und Kindergärten wichtig. „Die stehen ganz oben auf meiner Liste“, verkündete er. Er möchte sich für langfristige Lösungen aussprechen und ist gleichzeitig gegen Container, die Sport- und Spielplätze unbenutzbar machen. „Aktuell sind 61 Kinderbetreuungsplätze zu wenig da“, schilderte Lutzeier. Dies sei jedoch eine Basis-Serviceleistung der Stadt. Wie versucht wird, diese zu erfüllen, finde er grausig. Als weiteren Schwerpunkt sieht er, „dass Bruck wieder attraktiver für Firmen sein muss.“ Denn die Gewerbesteuereinnahmen seien viel zu gering. Es herrsche zu viel Leerstand, obwohl Fürstenfeldbruck in einer Boomregion liegt. Da nütze es auch nichts die Steuern anzuheben. „Das wäre das selbe, wenn ich den Bierpreis in einem schlecht laufenden Lokal erhöhe“, verglich der IT-Experte.

Herz, Erfahrung, Perspektive

Auf seinem Wahlkampf-Flyer stehen die drei Attribute „Herz, Erfahrung, Perspektive“, die er an dem Abend ebenfalls ausführte. „Ein OB muss mit dem Herzen dabei sein und Fürstenfeldbruck und seine Probleme kennen“. Erfahrung habe Lutzeier vor allem als ehemaliger Grünen-Stadtrat. Und zur Perspektive: „Ich darf noch zwei mal kandidieren, das können nicht alle.“

Nun kommt die nächste Hürde

Nun muss Thomas Lutzeier wie der Kandidat Florian Weber von „Die Partie“ bis 27. März 215 Unterschriften zusammenbringen, damit er am 7. Mai auf den Wahlzetteln steht. „Das wird eine harte Nummer“, gab Lutzeier zu. Denn die Bürger müssten für die Unterschriften ins Rathaus gehen, was für Berufstätige schwierige Öffnungszeiten habe. Er habe vor, facebook weiter zu nutzen, um die Leute ins Rathaus zu bringen. Doch er bat auch seine Unterstützer Freunde, Nachbarn und Bekannte davon zu überzeugen, dass sich für ihn der Gang ins Rathaus lohnt. 

Kohr

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