Philipp Donath erläuterte beim Neujahrsempfang die vielfältigen Aufgaben des Technischen Hilfswerks 

Brucker THW leistet Unterstützung beim G-7-Gipfel

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Die Führungsriege des THW-Ortsverbandes mit dem Verbands-Landessprecher Bayern, Rudolf Skalitzky (re.): von links: Sebastian Vogel, Christoph Weßbecher, Martin Perzlmaier, Ortsbeauftragter Philipp Donath, Andreas Metz, Ramona Sauer und Eggart Fehlauer.

Fürstenfeldbruck – Die beachtliche Summe von 17.950 Dienststunden, davon 1017 Einsatzstunden, leisteten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks (THW) Fürstenfeldbruck im Jahr 2014. Das waren trotz des Hochwassereinsatzes im Jahr zuvor knapp 1.000 Dienststunden (55 Einsatzstunden) mehr als im Jahr 2013. Dennoch beklagte der Ortsbeauftragte Philipp Donath beim Neujahresempfang am 30. Januar die geringe Wertschätzung, die die Blaulichtorganisation vor allem in der Öffentlichkeit genieße. „Die Feuerwehr kennt jedes Kind“, sagte Donath.

 Ein THW-Einsatz  werde kurzfristig hochgelobt, danach verblasse er aber im Bewusstsein vieler Menschen wieder. Obwohl die Männer und Frauen des THW fachlich hochkompetent  seien und vielfach selbst ihre eigenen Urlaubstage für Einsätze opferten. Die vielen Gäste aus der Politik, aus den Sicherheitsbehörden und der zahlreichen Partnerorganisationen, die der Einladung zum Neujahrsempfang im THW-Gebäude Am Hartanger 3 in der Hasenheide gefolgt waren, dokumentierten aber mit ihrer Anwesenheit die hohe Wertschätzung, die das THW doch genießt. So dankte Landrat Thomas Karmasin bei seinem Grußwort dem Ortsverband für das ehrenamtliche Engagement und hob die schnelle und unkomplizierte Unterstützung beim Einrichten der Flüchtlingsunterkunft in der leerstehenden Grundschule am Niederbronnerweg hervor. Hohen Respekt zollte der Landrat auch dem jungen Ortsbeauftragten, der, so Karmasin, mit Ruhe und Souveränität den Generationenwechsel beim Ortsverband vollzogen habe, nachdem er im April 2013 vom langjährigen, inzwischen verstorbenen THW-Ortsbeauftragten Franz Bretz, das Amt übernommen hatte. 

Den Rückgang bei den Helfern von 141 (2013) auf 120 (2014) begründete Donath mit dem Aussortieren von Karteileichen, aber der Ortsbeauftragte gestand auch ein, dass das THW mit Nachwuchssorgen zu kämpfen habe. In der heutigen Zeit sei es nicht mehr so einfach, junge Menschen für das THW zu motivieren. Dazu beigetragen habe auch das Aussetzen der Wehrpflicht, so Donath. Bei seinem Rückblick gewährte der Ortsbeauftragte den Anwesenden einen interessanten Einblick in die Einsätze 2014 und gab einen Ausblick auf die Aufgaben für 2015. So zählten neben der Unterstützung der Deutschen Bahn bei einem S-Bahn-Unglück in Olching und der Geiselbullacher Feuerwehr bei einem Verkehrsunfall auf der B 471 sowie die Streckenabsicherung bei der Radltour des VdK Bayern in Bamberg insbesondere die Mithilfe bei der Errichtung von Notunterkünften für die Asylbewerber in der Bayernkaserne in München, im Brucker Fliegerhorst und nicht zuletzt die Blitzaktion bei der Einrichtung von Unterkünften in der Grundschule am Niederbronner Weg zu den Aktivitäten des Ortsverbandes. 

Als ein besonderes Highlight schilderte Donath den einmonatigen Aufenthalt in Afghanistan, als er zusammen mit seinem THW-Kollegen Christian Feicht als internationaler Wahlbeobachter der EU und UNO eingesetzt wurde. Von der Tagung der Fachgruppe Infrastruktur über die Teilnahme am Girls-Day, dem HaLT-Festival bis hin zum Altstadtfest reichten die Veranstaltungen, an denen der Ortsverband teilnahm und sich präsentierte. Im Jahr 2015 stehen neben der Unterstützung einiger Veranstaltungen, die Ausbildung und Qualifikation von fünf Helferanwärtern, sowie die Unterstützung der Sicherheitsbehörden und Hilfsorganisationen im Rahmen des G7-Gipfels auf Schloss Elmau im Vordergrund. 

Dieter Metzler

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