Verein muss hohe Eigenleistungen aufbringen

PiT Togo-Hilfe stellt neues Hilfskonzept im Zuge der Corona-Pandemie in Afrika vor

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Die Vereinsvorsitzende der Aktion PiT-Togohilfe, Margret Kopp, schildert im Beisein von MdB Kathrin Staffler und Landrat Thomas Karmasin die Zustände in Togo und stellte das Hilfs-Konzept vor.

Fürstenfeldbruck - Seit 40 Jahren engagiert sich Margret Kopp vom Verein Aktion PiT –Togohilfe mit großem Enthusiasmus für das arme westafrikanische Land. Durch ihre Tatkraft wurde im Laufe der Jahrzehnte aus der kleinen Privatinitiative der wohl größte Togo-Hilfsverein Deutschlands, von der sich selbst Entwicklungshilfeminister Gerd Müller stark beeindruckt zeigte und 2014 seine Unterstützung zusagte.

Es lag auf der Hand, dass Margret Kopp auch während der weltweiten Corona-Pandemie dem kleinen Land unterstützend zur Seite stehen wird. Bei einem Pressetermin mit der Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler (CSU) und Landrat Thomas Karmasin (CSU) schilderte Kopp am vergangenen Dienstag die aktuelle Lage in Togo und berichtete von dem Konzept. Gemeinsam mit dem Togo-Partnerverein Aimes-Afrique soll den Menschen mit den richtigen Maßnahmen bei der Bekämpfung von Corona geholfen werden. Aufgrund fehlender sicherer Informationen herrsche unter der Bevölkerung regelrecht Panik, schilderte Kopp die Lage in Togo. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sich von dem Konzept überzeugen lassen und gewährt der Togohilfe Fördermittel in Höhe von fast 1,5 Million Euro. 

Buschkrankenstationen sollen mit Seife und Schutzmasken versorgt werden

Allerdings muss der einst in Maisach beheimatete und seit Mitte des vergangenen Jahres in die Kreisstadt an den Viehmarktplatz umgezogene Verein 150.000 Euro Eigenleistung aufbringen, damit der Zuschuss gewährt wird. „Auch wenn der Eigenleistungsbetrag ganz schön hoch ist, nehmen wir die Herausforderung an“, sagte Margret Kopp. Sie ist optimistisch, dass die Togohilfe die Summe zusammenbekommt. „Bisher haben wir mit Dr. Kodom und seinem Verein Aimes-Afrique alle noch so hochgesteckten Ziele bei unseren gemeinsamen Projekten erreicht.“ Hilfreich sei dabei das über Jahre geschaffene Netzwerk. Das soll nun auch helfen, die Menschen über den Coronavirus aufzuklären. Zusätzlich soll eine App und ein Callcenter eingerichtet werden. Die rund 2.000 Buschkrankenstationen sollen mit hygienischen Hilfsgütern zur Eindämmung der Pandemie versorgt werden, wie Seife, Desinfektionsmittel und Schutzmasken. „Das sind Herausforderungen, die nicht an Grenzen Halt machen“, sagte MdB Staffler. Jeder Euro sei gut investiert. „Ihr macht dort vor Ort das, was bei uns selbstverständlich ist“, lobte Staffler die Arbeit der Togohilfe und sagte weiterhin ihre Unterstützung zu. Er sei immer wieder beeindruckt, so Landrat Karmasin, dass so verhältnismäßig kleine Summen riesig viel bewirken können. 

Karmasin wünscht Projekt viel Erfolg

Als Schirmherr des Projekts „Sante pour tous – Gesundheit für alle“ habe ihn das Programm schon von Anfang an begeistert. Er wünschte Kopp für das neue Projekt viel Erfolg. Er sei zwar ein bisschen traurig, dass der Staat dort nicht in der Lage ist, seine Bevölkerung zu schützen, aber, „wenn wir weitere Fluchtbewegungen verhindern wollen und vermeiden wollen, dass die Menschen dort nicht ihre Lebensgrundlagen verlieren, dann geht es nur so mit der Hilfe vor Ort.“ 

Dieter Metzler

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