Premiere bei der Leipziger Buchmesse für Maisacher Togo-Kennerin Margret Kopp 

Aus dem geplanten Liebesroman wurde ein Togo-Abenteuer-Roman 

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Margret Kopp im Togo-Haus Maisach bei der Vorstellung ihres ersten Romans.

Maisach – Ursprünglich wollte Margret Kopp eigentlich einen Liebesroman schreiben. „Doch das ist es überhaupt nicht geworden“, meinte die Togo-Expertin lachend, als sie ihren ersten Roman am 18. November im Togohaus in Maisach vorstellte. Aus ihrem Debüt-Roman mit dem Titel „Afrikanische Entführung – ein Abenteuer in Togo“, wurde ein 420-Seiten langer spannender Abenteuer-Roman. Seit 1982 engagiert sich die ehemalige Gymnasiallehrerin mit vielen Hilfsprojekten für die Menschen im westafrikanischen Togo, einer ehemaligen deutschen Kolonie.

 Im vergangenen Jahr wurde sie von Ministerpräsident Seehofer dafür mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet. Durch ihr Engagement und ihre vielen Reisen nach Togo kennt die ehemalige Deutsch- und Französischlehrerin das Land wie kaum ein anderer. So spielt die Geschichte an authentischen Orten, die Handlung aber und die Personen hat Kopp in ihrer Phantasie entwickelt. Mit dem Gedanken, einen Roman zu schreiben, trug sie sich einige Jahre, berichtete die Autorin. Im Jahre 2008 begann sie mit dem Schreiben. Aber wenig Zeit und die Zweifel, es liest ja doch keiner, habe sie immer das Manuskript zur Seite legen lassen. Der Durchbruch kam im vergangenen Jahr. Beflügelt durch den Erfolg ihrer Aufzeichnungen über ihre persönliche Erlebnisse und Erfahrungen in Togo, die sie in einem „Geschichten-Buch“ – „Beim Baobab rechts runter“ niederschrieb, fasste sie den Mut, und vollendete ihren Roman im Urlaub. 

 Auch der Bildband, den Kopp im Jahre 2009 herausgab, und der gut angenommen wurde, da es auf dem deutschen Markt nichts Adäquates gab, halfen ihr, ihren Roman zu vollenden. „Lediglich mit dem Ende war ich nicht zufrieden und habe ihn umgeschrieben“, erzählte die Autorin. So einen Roman zu schreiben, bezeichnete Kopp als einen unendlichen Kraftakt. „Während der Zeit lebt man in zwei Welten“, so Kopp. Die Romanfiguren nehmen einen ein und entwickeln eine unheimliche Eigendynamik. Ihre langjährigen Erfahrungen mit den Einheimischen des mit zu den ärmsten Ländern der Welt zählenden Landes und ihre Ortskenntnisse konnte die Autorin gut verwenden. „Ich habe viele Bücher über Afrika gelesen“, erzählte sie. „Dabei habe ich mich immer wieder geärgert, weil sie wenig mit der Realität zu tun hatten.“ In ihrem Roman ist Afrika nicht Kulisse, sondern Teil des Abenteuers. „Mir kommt es darauf an, dass Afrika nicht nur den Hintergrund bildet, sondern auch Teil der Geschichte ist.“ 

In ihrem Roman wird Maria Weber, eine junge Entwicklungshelferin, entführt, befreit und doch wieder gefangen. Ein Fluchtversuch misslingt. Obwohl sich an der fieberhaften Suche ein Journalist, der deutsche Botschafter und der Bürgermeister ihrer Heimatgemeinde beteiligen, laufen alle Bemühungen ins Leere. Die dramatischen Ereignisse spitzen sich zu, als eine Malaria-Erkrankung die junge Frau in eine lebensbedrohliche Lage bringt. Wird es ihren Freunden gelingen, sie rechtzeitig zu befreien? Die Protagonisten der Handlung tragen gleichermaßen, unabhängig von ihrer Hautfarbe, zu den Ver- und Entwicklungen des Abenteuers bei. Doch „wird sie tatsächlich entführt? Wird sie tatsächlich befreit?“ 

 So soll der Roman auch Vorurteile abbauen und aufklären. „Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen“, meinte Margret Kopp. Am 29. November stellt die Maisacherin als Herausgeberin ein weiteres Buch, „Kamina – des Kaisers Großfunkstation in Afrika“ von Reinhard Klein-Arendt vor. Neben „Beim Baobab rechts runter“ und dem Bildband „Togo – eine Reise auf dem schwarzen Kontinent mit nachhaltigen Eindrücken“ sowie ihrem Erstlings-Roman geht Margret Kopp im März 2014 erstmals an die Leipziger Buchmesse. „Afrikanische Entführung“ ist im Verlag der Togo-Hilfe, Togo-Contact, erschienen. 

 Dieter Metzler

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