Traditioneller Silvesterritt in Türkenfeld

Hoch zu Ross ins Neue Jahr

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,,Der Ritt gehört einfach dazu“, sagte Bürgermeister Pius Keller und meint damit den seit dem Jahr 1807 in Türkenfeld gepflegten Brauch des Silvesterritts, der auch in diesem Jahr wieder den Höhepunkt des Jahres darstellte. Am letzten Tag des Jahres kamen pünktlich zur Mittagszeit zahlreiche Pferde und Kutschen zur feierlichen Segnung.

Türkenfeld - Bei sonnigem Wetter formierte sich der Festzug um 11.30 Uhr auf dem Schulgelände an der Zankenhausener Straße und traf gegen 12 Uhr im Ortszentrum ein. Zahlreiche Zuschauer säumten die Straße bis zur Kirche und bestaunten die über 100 Reiter und Gespanne. Für musikalische Untermalung sorgten das Blasorchester und die Blaskapelle Türkenfeld. Dabei waren außerdem verschiedene Ortsvereine mit Fahnenabordnungen, die Freiwillige Feuerwehr, das Bayerische Rote Kreuz, zahlreiche freiwillige Helfer sowie Votivwagen aus Türkenfeld und Jesenwang. Auch zahlreiche Hobbyreiter und Kinder auf Shetland-Ponys nahmen zu Ehren Silvesters am Umzug von der Schule zur Kirche teil. Nach kurzen Begrüßungsworten von Bürgermeister Pius Keller, erhielten Pferde und Kutschen den feierlichen Segen durch den örtlichen Pfarrer Klaus Distl. Dieser Brauch geht auf das Jahr 1807 zurück, als in der Gegend eine schwere Viehseuche grassierte. In ihrer Not wandten sich die Türkenfelder an den heiligen Silvester, den Schutzpatron der Haustiere und Nebenpatron der Pfarrkirche. Sie gelobten, alljährlich am letzten Tag des Jahres, einen Ritt mit Segnung der Haustiere durchzuführen, wenn ihnen Hilfe gewährt werden würde. Die Seuche klang ab und die Gemeinde erfüllt seither das Gelübde. 

Nicole Burk

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