200 Pferde, 13 Gespanne und zehn Kutschen

Hoch zu Ross beim 297. Willibaldsritt

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Am vergangenen Sonntag drehte sich in Jesenwang wieder alles rund um Pferde, Reiter, Brauchtum und Tradition: Beim diesjährigen Willibaldsritt waren über 200 Pferde, 13 Gespanne und zehn Kutschen dabei. Die Zuschauer waren fast so viel wie immer, so etwa 3000 an der Zahl und kamen aus den umliegenden Gemeinden, benachbarten Regionen und Landkreisen. 

Jesenwang - ,,Wir haben sogar eine Dame aus Aachen dabei", sagte Martin Schmid vom Freundeskreis St. Willibald. ,,Ihr hat es vor zwei Jahren so gut gefallen, dass sie wieder die weite Strecke von Aachen nach Jesenwang auf sich genommen hat und das mit Sicherheit nicht zum letzten Mal." Dass sich das Wetter nicht gerade von seiner Sonnenseite zeigte, tat der Festlichkeit keinen Abbruch. 

Gespann muss andere Route nehmen

In Jesenwang nennt man das ,,Willibaldswetter", das heisst, an dem Tag ist alles möglich, nur von 12 bis 15 Uhr sollte es nicht regnen, was auch dieses Mal so war. Auch die Tatsache, dass der Willibaldsritt eine andere Route als gewohnt nehmen musste, änderte nichts an der guten Stimmung. Schuld daran ist die immer noch andauernde Baustelle auf der Landsberger Straße. Alternativ verlief die Wegstrecke über Erlbachstraße und Kramerweg vor die Michaelskirche und weiter zur Willibaldkirche, wo die Segnung der Pferde stattfand. Damit die Tiere den Segen empfangen können, reitet man mit ihnen durch die Kirche. Der Kreuzreiter Leo Schmid führte den Zug an, gefolgt vom Reitverein Moorenweis und dem Fahnenwagen Jesenwang. Die Blaskapelle Adelshofen sorgte für zünftige musikalische Unterhaltung, ebenso wie die Blaskapellen aus Grafrath, Unterschweinbach und neu dabei Einsbach und Egling-Heinrichshofen. Votivwägen mit den Kirchen Türkenfeld und der Willibaldskirche durften ebensowenig fehlen wie Ponykutschen oder eine Barockgruppe mit Friesenpferden.

Gelöbnis und gepflegtes Brauchtum 

Der Willibald-Ritt, der als einmalig in Europa gilt, wird seit 1712 jährlich durchgeführt. Er geht auf ein Gelöbnis zurück, das Jesenwanger Bauern damals ablegten, als sie wegen einer Viehseuche vom Heiligen Willibald Hilfe erflehten. Sie gelobten im Gegenzug, den Schutzpatron der Tiere mit einem Festzug zu ehren, woraufhin es keine Vieherkrankungen mehr gegeben haben soll.

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