Cheerleaderin und Tänzerin wird schmerzlich vermisst

Trauerfeier in Bruck: Julia Reitbauer (25) stirbt unerwartet auf Reisen - Spendenkonto errichtet

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Julia Reitbauer (25) aus Bruck verstarb überraschend in Südamerika - sie wird von der Familie sowie vielen Vereinen schmerzlich vermisst.

Fürstenfeldbruck - Die Nachricht vom Tod von Julia Reitbauer im fernen Bolivien sprach sich in der Kreisstadt wie ein Lauffeuer herum.

Tief erschüttert nahmen die Familie und die vielen Freunde der 25-jährigen Bruckerin die unfassbare und traurige Nachricht auf. Sie alle können nicht verstehen, warum sie die lebensfrohe und beliebte junge Frau plötzlich nicht mehr wiedersehen sollen.

Lungenembolie in Südamerika

Am dritten Dezember treten Julia und ihr 33-jähriger Freund Christopher Schütze voller Freude ihre Reise nach Südamerika an. Drei Monate will das junge Paar, sie sind seit acht Jahren zusammen, den südamerikanischen Kontinent bereisen. Nachdem sie bereits Chile, Bolivien und Peru mit dem Bus und Flugzeug erkundet haben, muss Julia mit einer Lungenentzündung in der 3.500 Metern hochgelegenen Andenstadt Cusco für acht Tage ins Krankenhaus. „Dann ging es ihr eigentlich wieder gut“, erzählt ihr Freund Christopher stockend. Die beiden haben ihre Reise in Richtung Argentinien fortgesetzt, als in der bolivianischen Stadt La Paz eine Lungenembolie Julias jungen Leben am 3. Februar ein jähes Ende setzt.

Bruckerin durch und durch

„Sie ist ein echtes Brucker Kind“, erzählt Mutter Gisi. Kindergarten, Schulzeit, Ausbildung, alles hat Julia in Bruck absolviert. Noch heute bestehen aus dieser Zeit viele Freundschaften. Nach einer Friseurausbildung hat Julia eine weitere Ausbildung als Rechtsanwalts-Fachangestellte drangehängt und als Beste abgeschnitten. Im April sollte sie eine Weiterbildung zur Rechtsfachwirtin antreten.

Eislaufen, Cheerleading und Tänzerin

Das Schlittschuhlaufen hat Julia bei Conny Schober beim EVF gelernt, wo auch heute noch ihr Vater Sepp und ihr Bruder Tobi aktiv sind. Später hat Julia gar selbst als Trainerin mitgewirkt. Bei den Razorbacks war sie als Cheerleader dabei, wo sie ebenfalls als Trainerin aktiv war. Danach schloss sie sich als aktive Tänzerin der Heimatgilde an, wo sie mit den ehemaligen „No Limits“-Tänzerinnen eine eigene Gruppe gründet.

Spendenkonto errichtet

Die Vereine, denen Julia angehört, haben mit großer Bestürzung den Tod von ihr aufgenommen und ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet, um der Familie, auf die mit der Überführung und Beerdigung enorme Kosten zukommen, zu helfen. „Wir können den Angehörigen den Schmerz nicht nehmen, aber in finanzieller Hinsicht die Familie wenigstens unterstützen“, so der gemeinsame Aufruf von Heimatgilde, Razorbacks und EVF. 

Das Spendenkonto lautet: 

Konto: "Die Brucker Heimatgilde" Julia Reitbauer

IBAN: DE80 7005 3070 0032 2676 84

Verwendungszweck: Julia Reitbauer

Trauerfeier am 19. Februar

Am Mittwoch, 19. Februar, können alle von Julia Abschied nehmen und sie auf ihrem letzten Weg begleiten, und zwar „so, wie sie euch alle gekannt hat und nicht in schwarz“, das wünscht sich die Familie, wenn um 10 Uhr auf dem Waldfriedhof die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung stattfindet.

Dieter Metzler

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