Traum von der Landesgartenschau 2016 für FFB geplatzt

Die Entscheidung ist gefallen: Nachdem Fürstenfeldbruck bereits im April 2007 mit der Bewerbung für die Landesgartenschau 2014 gescheitert war, erteilte die Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen nun auch beim zweiten Anlauf am 21. März in Freising der Großen Kreisstadt für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2016 eine Absage.

Zeigte sich Brucks Stadtoberhaupt, Oberbürgermeister Sepp Kellerer, nach der ersten Ablehnung seinerzeit noch kämpferisch: „Dann probieren wir es halt nochmals für 2016“, und erhielt er auch für eine zweite Bewerbung am 25. November des vergangenen Jahres die volle Rückendeckung des Stadtrates, so zeigte sich der OB über die erneute Nichtberücksichtigung überrascht und enttäuscht zugleich. „Wir hatten uns gute Chancen ausgerechnet. Wir haben es jetzt zweimal erfolglos versucht. Ich jedenfalls werde nicht mehr für eine weitere Bewerbung votieren“, schließt Kellerer einen dritten Anlauf vorerst aus. Deswegen gehe aber die Welt nicht unter, meinte er. Es sei halt nur schade, denn damit ginge für Bruck auch ein großer Werbeeffekt verloren. Eine halbe Stunde wurden dem OB, Stadtbaumeister Martin Kornacher, Landschaftsarchitekt Johannes Mahl-Gebhard und Landschaftsplanerin Christine Kneucker für die Vorstellung ihres Entwurfs eingeräumt. Anschließend stand die Brucker Abordnung noch eine halbe Stunde lang Rede und Antwort. Obwohl die Stadt-Vertreter mit überarbeiteten Bewerbungsunterlagen in Freising angerückt waren, scheiterten sie im Gegensatz zur Bewerbung vor zwei Jahren diesmal bereits an der ersten Hürde. Dabei hatte man sich mit der neuen Konzeption, die Kellerer, Kornacher und Kneucker erst unlängst der Presse sowie dem ersten Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet (CSU) und den beiden Landtagsabgeordneten Dr. Thomas Goppel (CSU) und Kathrin Sonnenholzner (SPD) vorgestellt hatten, große Mühe gegeben und deshalb auch berechtigte Hoffnungen gemacht. Auch nach der Vorstellung des Konzeptes in Freising habe die Brucker Abordnung in bester Stimmung die Heimreise angetreten. „Von einer ablehnenden Haltung war nichts zu spüren“, berichtete der OB. Umso überraschter war er, als am Montag, 23. März, die Nachricht von der Nichtberücksichtigung eintraf. „Man hat mir kurz und knapp mitgeteilt, dass die Kommission erst gar nicht zu uns hinaus kommen wird“, sagte Kellerer. Eine schriftliche Absage mit Angabe der Gründe liege ihm noch nicht vor, so Kellerer. „Wir werden die geplanten Freiflächen-Projekte zwischen Fürstenfeld und der Stadt sowie an der Amper und an der Lände selbst in die Hand nehmen.“ Neben Fürstenfeldbruck hatten sich Bayreuth, Würzburg, Neuburg an der Donau und der Landkreis Miltenberg beworben. In die engere Auswahl kamen nun die Städte Bayreuth und Würzburg. Die Entscheidung, wer die Zusage zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2016 erhält, trifft die Kommission Mitte April, nach Besichtigung der beiden in die Endausscheidung vorgestoßenen Kommunen.

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