Klinikum FFB gewährleistet Behandlung von Schwerstverletzten auf hohem Niveau 

Auszeichnung als regionales Traumazentrum 

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(Von li nach rechts): Dr. Lothar Ziegler, Leiter Radiologie, Dr. Michael Arlt, Oberarzt Unfallchirurgie, Dr. Florian Weiss, Chefarzt Anästhesie, Dr. Andreas Ewert, Chefarzt Unfallchirurgie und Martin Breuer, Ärztlicher Leiter ZNA

Fürstenfeldbruck -  Ende Juni wurde das Klinikum mit Auszeichnung als regionales Traumazentrum innerhalb des Traumanetzwerkes München-Oberbayern-Süd rezertifiziert. Seit 2010 ist die Klinik Mitglied im Dachverband DGU (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie) und stellt die effektive Versorgung von körperlich Verletzten sicher. Wie Oberarzt Dr. Michael Arlt bei einer Pressekonferenz mitteilte, ist hier mit dem Begriff ,,Trauma" nicht die Betreuung psychisch kranker Menschen, sondern allein die effektive Versorgung von körperlich Verletzten gemeint.. 

Um als regionales Traumazentrum anerkannt zu sein, muss das Klinikum FFB bestimmte Mindestanforderungen erfüllen, die alle drei Jahre von externen Prüfern in einem Zertifizierungsverfahren (Audit) überprüft werden. ,,Hierfür werden die Räumlichkeiten kontrolliert, der Weg des Patienten im Krankenhaus nachverfolgt, Gespräche mit dem Personal geführt und das medizinische Gerät unter die Lupe genommen", berichtet Dr. Michael Arlt. Die Behandlung von Schwerstverletzten sei medizinisch anspruchsvoll und bei vitaler Bedrohung zeitkritisch. Ziel des Traumanetzwerkes ist es, die Qualität und Sicherheit der Schwerverletztenversorgung in Deutschland flächendeckend zu sichern und zu verbessern. Das geht nur, wenn eine netzwerkartige Komplettversorgung des Patienten rund um die Uhr gewährleistet wird. Die Voraussetzungen eines regionalen Traumazentrums sind neben einer umfassenden Notfallversorgung die Verfügbarkeit von kompetenten Fachärzten, die regelmäßig weitergebildet werden, die Einbeziehung weiterer Fachdisziplinen (z.B. Neurochirurgie, Radiologie), die Beteiligung des Katastrophenschutzes sowie bestimmte Anforderungen an das Krankenhaus wie ein Schockraum neben dem ein Computertomograf untergebracht ist. Dadurch können schwere Verletzungen wie Knochenbrüche oder innere Blutungen schneller erkannt werden. Ebenso verfügt das Krankenhaus über einen eigenen Hubschrauberlandeplatz.

Aktuell werden im Schockraum pro Jahr über 100 schwer verletzte Patienten behandelt. ,,Prinzipiell müssen wir auf jede Verletzung vorbereitet sein, was eine besondere Herausforderung für das Schockraumteam darstellt. Dank des technischen Fortschritts verbessert sich die Patientenversorgung ständig", erklärt Chefarzt Andreas Ewert. Alle Informationen über die Patineten werden in einer Datenbank gespeichert, um einheitliche Standards und die bessere Koordinierung einzelner Kliniken zu schaffen, die in ständigem Austausch stehen.

Nicole Burk 

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