Triathletin Susanne Bea aus Gernlinden qualifizierte sich für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii

Lanzarote, diese Insel ist bekannt als die heißeste und windigste der Kanareninseln. Und sie ist unter Triathleten bekannt als Heimat des härtesten Qualifikationsrennens der Welt über Ironmandistanz. Susanne Bea, Physiotherapeutin des SC Fürstenfeldbruck, wählte genau dieses Rennen, um sich für die Ironman-Weltmeisterschaft 2010 beim legendären Rennen auf Hawaii zu qualifizieren. Die Auftaktdisziplin von 3,8 km Schwimmen findet im Atlantik statt und zum Glück zeigte dieser sich am Morgen von seiner ruhigeren Seite. Nach 1:12:55 Stunden verließ die Athletin das salzige Element und war mit dieser Zeit sehr zufrieden. Doch nun folgte der berüchtigte, 180 Kilometer lange Rundkurs über die Vulkaninsel, wobei es insgesamt 2500 Höhenmeter zu überwinden galt.

Doch damit nicht genug: Aufgrund der fehlenden Vegetation weht auf Lanzarote stets ein unangenehm böiger und starker Wind, der das Radfahren noch zusätzlich erschwert. „Auf Lanzarote muss man sehr mit seinen Kräften haushalten und sich besonders stark konzentrieren, damit man nicht von einer Böe überrascht und von der Straße geschoben wird“, beschreibt Susanne Bea den Ritt auf dem Rad durch die Lavafelder. „Doch genau das macht dann auch wieder den Reiz aus, weil hier ein guter Radfahrer seine Stärken ausspielen kann und sich auf der Strecke spektakuläre Ausblicke bieten, die man woanders nicht sieht.“ Und dass sie mit einer Zeit von 6:36:05 h zu den stärkeren Radfahrerinnen gehörte, zeigte sich dann auch in der drittbesten Radzeit innerhalb ihrer Altersklasse, in der unter Anderem auch Sian Brice, eine englische Olympiateilnehmerin startete. Was dann folgte, war dann einer der besten Wechsel des Tages. „Hier konnte ich dann sogar mal einer Olympiateilnehmerin von Sydney fast 2 Minuten abnehmen“, so Susanne Bea schmunzelnd. Der folgende Marathonlauf sollte dann die Entscheidung pro Qualifikation bringen. Trotz des, nun schon fast 8 Stunden andauernden Wettbewerbs, lief die Gernlindenerin in 4:19:58 Stunden einen guten Marathon und erkämpfte sich so, nach insgesamt 12:20:44 Stunden, den wohlverdienten Qualifikationsplatz für den Ironman Hawaii, von dem in der AK 40 nur 2 vergeben wurden.

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