Fehlgeschlagener Trickbetrug 

Trickbetrügerin versucht Senior mit Wangenkuss abzulenken

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Ein Senior wollte einer vermeintlichen Spendensammlerin zehn Euro überreichen, bis er sie als Trickbetrügerin erkannte.

Gerade zur Adventszeit zeigen die Menschen im Allgemeinen sehr viel Mitgefühl und die Spendenbereitschaft ist daher bei vielen besonders ausgeprägt. Diesen Umstand wollte sich eine bislang unbekannte Trickdiebin vor kurzem in Germering zu Nutze machen – allerdings für sie mit einem unerwartetem Ausgang.

Germering – Denn gegen eine besonders dreiste Form von Trickdiebstahl hat sich letzte Woche ein 75-jähriger Rentner aus Germering erfolgreich zur Wehr gesetzt. Passiert war der Fall bereits gegen 9.30 Uhr am Parkplatz eines großen Baumarktes in der Gertrude-Blanch-Straße, als zunächst eine Frau mittleren Alters zielgerichtet auf den Senior zugesteuert war. Die etwa 160 Zentimeter große schlanke Frau zeigte ihm dann auf einer Art Schreibkladde befestigte Spendenliste (für welche Zweck ist nicht bekannt). 

Hellwacher Senior durchschaute Betrügerin

Der hilfsbereite Rentner wollte dennoch einen Betrag von zehn Euro spenden und trug sich selbst mit Namen und Adresse in die Liste ein. Danach wollte er aus seinem Geldbeutel die zehn Euro entnehmen. Gerade als er den Geldbeutel hervorgeholt hatte versuchte die Frau ihm einen Kuss auf die Wange sozusagen als Dank zu geben. Während dieser Ablenkungsaktion griff sie mit einer Hand zum Geldbeutel des Rentners und wollte ihm das Scheingeld aus seinem Geldbeutel ziehen. Hierbei deckte sie geschickt mit der Kladde den Geldbeutel ab. Doch der Rentner war hellwach, er durchschaute das hinterlistige Manöver und schubste die „Spendensammlerin“ energisch von sich weg, wobei ihm gleich sein Geldbeutel zu Boden fiel.

Die Frau entfernte sich daraufhin eiligen Schrittes ohne Tatbeute und stieg in einen auf dem Parkplatz wartenden hellen Kleinwagen als Beifahrerin zu. Der Pkw mit Dortmunder-Kennzeichen fuhr dann sehr schnell vom Parkplatz weg.

Betrügerin sprach kein Wort

Auffällig an der Tat war, dass die Täterin zu keinem Zeitpunkt ein Wort gesprochen sondern nur durch Gesten mit ihrem Opfer kommuniziert hatte. Der rüstige Rentner hatte erst gestern eine Warnmeldung vor dieser Masche von Trickbetrug in einer Münchner Boulevardzeitung gelesen und verständigte daher erst am Mittwoch, 6. Dezember, die Polizei. 

pi

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