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Türkenfeld feiert ein ganzes Wochenende lang sein neues Dorfzentrum

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Tische und Bierbänken rund um den Platz und an der Kirche boten genügen Platz für die Besucher beim Dorffest im neuen Türkenfelder Dorfzentrum.
Tische und Bierbänken rund um den Platz und an der Kirche boten genügen Platz für die Besucher. © Nicole Burk

Türkenfeld – „Willkommen in unserem neuen Dorfzentrum“, begrüßte Bürgermeister Emanuel Staffler die zahlreichen Gäste am vergangenen Samstagnachmittag.

Bei Kaiserwetter ließen es sich die Türkenfelder nicht nehmen, das Dorffestwochenende bei gutem Essen, stimmungsvoller Musik und viel guter Laune zu genießen. Tische und Bierbänken rund um den Platz und an der Kirche boten genügen Platz für die Besucher. Kulinarisch war mit bayerischen Schmankerln, Würstl und Hamburger gesorgt.

Planungsvorlauf von drei Jahren

„Es geht darum, dass wir als Türkenfelder aus den Ortsteilen ein neues ‚Daheim‘ haben, deswegen ist es nur angebracht zuerst alle Bürger willkommen zu heißen“, sagte Staffler. Natürlich freue er sich auch sehr über die Ehrengäste wie Amtsvorgänger Peter Hofer, Hans Wölfel und Pius Keller sowie Kollegen aus dem Gemeinderat und aus der Teilnehmergemeinschaft. „Wir alle haben uns ein Ortszentrum gewünscht, dass den Namen verdient.“ Dies sei nicht erst in den letzten zwei Jahren entstanden – der Planungsvorlauf liege über drei Jahre zurück. „Ein großes Danke an meinen Vorgänger Pius Keller, der das Thema rechtzeitig angeschoben hat.“

Ortszentrum wird zum Wohnzimmer

Nach einer über einjährigen Bauphase präsentiert sich die Ortsmitte in neuem Gewand: Der Drexlhof wurde mit einem neuen, farbigen Asphalt und glockenförmigen Straßenlaternen zum einladenden Dorfplatz umgestaltet. Im Teilbereich der E-Ladesäule wurde Magerrasen angelegt sowie Parkplätze geschaffen. Die Auffahrt zum Schloss wurde gepflastert und vor dem Bioladen im denkmalgeschützten Linsenmannhaus laden Tische und Stühle zum Verweilen ein. Eine breite Rampe ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Ein 1,80 Meter breiter Gehweg führt von der Moorenweiser Straße über die Linsenmannterrasse am Friedhof entlang und endet am Weiher. „Uns war es wichtig, dass ein Platz entsteht, wo man sich wohl fühlen und feiern kann. Den Beweis, dass das gelungen ist, liefern wir heute“, freut sich Staffler. „Es kann sich sehen lassen, was hier entstanden ist.“

Dank der Unterstützung des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) und durch das konstruktive Zusammenwirken von Gemeinde, Anwohnern sowie der Teilnehmergemeinschaft, habe man den ersten Bauabschnitt der Dorferneuerung bewältigt und ein „echtes Wohnzimmer“ geschaffen. „Wo vorher Gehwege, Begegnungsflächen, Barrierefreiheit und ein ansprechendes Äußeres fehlten, ist etwas Großartiges entstanden“, schwärmt der Bürgermeister.

Zweiter Bauabschnitt folgt 2023

Luciana Pavoni vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) sieht in dem neuen Dorfplatz einen Meilenstein und ein Stück „gelebte Demokratie“. Dorfentwicklung höre nicht nach einem Projekt wieder auf, sondern stelle eine immer währende Aufgabe dar. So auch der geplante zweite Bauabschnitt vom Weiher bis zum Bahnhof, der ab 2023 umgesetzt werden könne. Vorausgesetzt, dass im ALE genügend Finanzmittel zur Verfügung stehen. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf knapp 1,5 Millionen Euro, davon übernimmt das ALE 715.000 Euro. Die Gesamtkosten für den zweiten Teil werden auf und 5,5 Millionen Euro geschätzt, gefördert im Rahmen der Dorfentwicklung mit etwa zwei Millionen Euro.
Nicole Burk

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