Turbulenter Saisonauftakt

Sogar der Torjubel der Spieler ging im Nebel unter. Foto: Metzler

So einen Saisonauftakt hat der Brucker Eishockeyverein seit Jahren nicht mehr erlebt: Zur Heimpremiere der Landesliga-Mannschaft gegen den TSV Trostberg strömten 450 Zuschauer ins Brucker Eisstadion. Am Ende siegte der EV Fürstenfeldbruck mit 6:3 (3:2, 1:1, 2:0) Toren.

Einziger Wermutstropfen waren immer wieder durch das Freiluftstadion ziehende Nebelschwaden, die die Begegnung regelrecht zu einem Geisterspiel degradierten. Über weite Strecken war das Geschehen nur schemenhaft zu erahnen. „So eine Kulisse würden wir uns immer wünschen“, meinte EVF-Präsidentin Gabi Pannek. Die Aktion des Vereins zum ersten Heimspiel Werbung in eigener Sache zu betreiben und auf das Eintrittsgeld zu verzichten, war voll aufgegangen. Das Spiel begann mit einiger Verzögerung, weil der zweite Unparteiische nicht erschienen war. Schiedsrichter Michael Fischer „verpflichtete“ kurzfristig Thomas Salzmann, der als Ersatzmann einsprang und seine Sache hervorragend machte. Die Brucker Führung durch Erik Mönch drehten die Gäste mit einem Doppelschlag in eine 2:1-Führung. Zuvor waren sie noch mit einem Penalty an Torhüter Andreas Heinze gescheitert. Bis zur ersten Pause gelang es jedoch Markus Pasterny und Philipp Steidle, den Spies umzudrehen. Im Mittelabschnitt blieb Heinze in der Kabine und Christoph Müller ins Tor. Zunächst gelang Trostberg das 3:3. Dann brachte Pasterny den EVF erneut nach vorne. Den Siegeswillen der Brucker deutete im Schlussdrittel Lorenz Dichtl an, als er den Pfosten anvisierte. Mit dem Tor zum 5:3 sorgte schließlich Sebastian Ehemann für die Vorentscheidung. Und als die Brucker in Unterzahl nach einem Konter durch Pasterny den Treffer zum 6:3-Endstand erzielten, nahm der Jubel kein Ende. Nicht anknüpfen an die Leistung konnte die Mannschaft zwei Tage später in Peißenberg, als es gegen den Tabellenletzten SC Forst ging. Vor nur 70 Zuschauern verlor die Mannschaft von Trainer Franz-Xaver Ibelherr mit 1:4 (1:2, 0:0, 0:2) Toren. Die Führung der Gastgeber, die durch einen Wechselfehler der Brucker begünstigt wurde, glich Daniel Sontowski aus. Als Lorenz Dichtl für zwei Minuten in der Kältebox schmorte, kassierte Bruck den nächsten Treffer. Entsprechend laut wurde Ibelherr während der Drittelpause in der Kabine. Doch es half nichts. Auch im Mitteldrittel überzeugte nur die zweite Reihe mit Sven Mönch, Alexander Brunner, Sebastian Ehemann, Daniel Lazar, Philipp Weishaupt und Daniel Sontowski. Eine Vorentscheidung für die zweite Saisonniederlage der Brucker bahnte sich in der 47. Minute an, als die Ibelherr-Truppe das dritte Gegentor passieren lassen musste. Endgültig entschieden war die Begegnung als kurz vor Schluss Forst der vierte Treffer gelang. EVF-Goalie Christoph Müller verhinderte gar eine höhere Niederlage. Schmerzlicher Höhepunkt der Auswärtspartie: Erik Mönch erlitt bei einem Check an die Bande in der 30. Minute einen Schlüsselbeinbruch und musste ins Weilheimer Krankenhaus gebracht werden.

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