Übergabe des Mobilen Gefechtsstand Einsatzkräfte Luftwaffe - Optimierung des Einsatzspektrums

Im Kommunikationscontainer des mobilen Gefechtsstandes informierte Hauptfeldwebel Herwig Knauer den Präsidenten des IT-AmtBw, Wolfgang Stolp, den Stellvertretenden Befehlshaber Luftwaffenführungskommando, Generalmajor Joachim Wundrak, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Gerhard Schrempp und Oberbürgermeister Sepp Kellerer über die Möglichkeiten des Mobilen Führungssystems. Foto: Dieter Metzler

Er freue sich, den modernsten mobilen Gefechtsstand der Streitkräfte zu übernehmen, sagte der stellvertretende Befehlshaber des Luftwaffenführungskommandos, Generalmajor Joachim Wundrak, bei der Übergabe des „Mobilen Gefechtsstand Einsatzkräfte Luftwaffe“ unlängst im Brucker Fliegerhorst. In Anwesenheit zahlreicher militärischer und ziviler Gäste, darunter der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt, Sepp Kellerer, überreichte der Vorsitzende der Geschäftsführung der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Gerhard Schempp, den symbolischen Schlüssel des Gefechtsstandes an den Präsidenten des Bundesamtes für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr, Wolfgang Stolp, der wiederum den „Schlüssel“ an den Nutzer, vertreten durch Wundrak, weitergab.

Als einen wichtigen Meilenstein zur Optimierung des Einsatzspektrums und der Leistungsfähigkeit der Luftwaffe bezeichnete Schempp das Mobile Führungssystem der Luftwaffe. Mit dem mobilen Gefechtsstand werde die Führungsfähigkeit der Einsatzkräfte der Luftwaffe bzw. eines fliegenden Verbandes sichergestellt. Das System biete in dreizehn Funktionscontainern, die mit modernster IT- und Kommunikationslösungen ausgestattet sind, rund 50 Arbeitsplätze, informierte Schempp. Die leistungsfähigen, zentralen IT-, Funk- und Kommunikationskomponenten sind vollkommen redundant ausgelegt und in zwei Kommunikationscontainern integriert. Die Führungs-, und Lagezelle mit Platz für 20 Soldaten dient als Besprechungszentrale und bietet neben einer Videokonferenzanlage modernste Multimediaausstattung. Die elektrische Versorgung des gesamten Gefechtsstands wird durch einen Stromversorgungscontainer sichergestellt. Der Gefechtsstand ist aufgrund seiner Auslegung in unterschiedlichsten Szenarien einsetzbar und bezogen auf die Anzahl der Container, die Konfiguration der Arbeitsplätze sowie der Integration und Anbindung weiterer IT- und Kommunikationssysteme zukunftssicher und flexibel erweiterbar. Das System eignet sich aufgrund seiner Modularität für alle gängigen Transportwege (Luft-, Wasser-, und Landtransport, inklusive Schiene und LKW), wodurch eine schnelle Verlegefähigkeit und Betriebsbereitschaft sichergestellt werden kann: Binnen einer Woche ist das System einsatzbereit. Derzeit werde die Abnahme des zweiten Gefechtsstandes an das IT-Amt und die Luftwaffe vorbereitet, berichtete Schempp. Der dritte Gefechtsstand werde im April 2011 fertig sein. Das seit einigen Jahren in Fürstenfeldbruck beheimatete Unternehmen habe Mitte 2008 den Auftrag in Höhe von 21,7 Millionen Euro erhalten, berichtete IT-AmtBw-Präsident Stolp und ließ in einem kurzen Rückblick die Entwicklung des Projektes Revue passieren. Seit dem Einsatz in Jugoslawien sei die Luftwaffe vermehrt mit der Gestellung von nationalen Führungseinrichtungen und fliegenden Einsatzverbänden in der Vorbereitung und Durchführung von Operationen eingebunden, hob Wundrak die Bedeutung der Gefechtsstände für die Luftwaffe hervor. Hinsichtlich der eingerüsteten Informationstechnik, der Gefechtsstandtechnik, der ergonomisch gestalteten Arbeitsplätze und nicht zuletzt der Erhaltung aktueller Umweltschutzauflagen stelle der neue Gefechtsstand ein „State of the Art“-Produkt dar. Mit den Worten: „Job well done!“, dankte Wundrak ESG-Geschäftsführer Schempp und IT-AmtBw-Präsident Stolp für das Hochwertprodukt.

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