Überlebende des Todesmarsches kommen aus Israel nach Fürstenfeldbruck - Ausstellung im Landratsamt

Am Dienstag, 28. April 2009, kommen Überlebende des Todesmarsches aus Israel als Ehrengäste zu Besuch nach Fürstenfeldbruck. Der Arbeitskreis MAHNMAL hat anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Mahnmals eine Ausstellung in Eigenregie zusammengestellt als eine Dokumentation, die deren Geschichte erzählt, auch aus lokaler Sicht.

Dazu lädt der AK zur Eröffnung der Präsentation „15 Jahre Mahnmal Erinnern – Gedenken – Versöhnen“ auch interessierte Bürger am Dienstag, den 28. April, um 11 Uhr in den Großen Sitzungssaal im Brucker Landratsamt ein. Klassen verschiedener Schulen kommen ebenfalls zu der Veranstaltung. Referent ist OStR Dr. Robert Sigel von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit im Bayerischen Kultusministerium. Er geht in seinemVortrag auf die Funktionen und den Funktionswandel der nationalsozialistischen Konzentrationslager ein, und legt dar, wie in den Todesmärschen am Ende der NS-Herrschaft das Konzentrationslager-System in seinen wesentlichen Aspekten, in seiner Unmenschlichkeit und Brutalität gleichsam fokussiert: „ Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf das Konzentrationslager Dachau gelegt, dem Lager, das als einziges vom Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft bis zu ihrem Ende existierte.“ In der Ausstellung werden in einer Vitrine Bücher von ehemaligen KZ-Häftlingen gezeigt, die ihren Leidensweg bis zum Todesmarsch Ende April 1945 während des Nazi-Regimes beschrieben haben, so Solly Ganor und Zwi Katz, die vor 15 Jahren aus Israel zur Einweihung des Mahnmals nach Fürstenfeldbruck gekommen waren, oder auch erst später nach Jahrzehnten entstandene Berichte, wie die von Max Mannheimer und Peter Gardosch (mit dem Pseudonym Herzog). Zu sehen sind rund 30 Schautafeln u.a. über mittlerweile vertraute Personen wie Uri Chanoch und Abba Naor von der „ASSOCIATION OF SURVIVORS LANDSBERG/KAUFERING OUTER CAMP OF DACHAU“. Bei der Eröffnung bieten sich Gelegenheiten zum Gespräch mit Überlebenden und Zeitzeugen. Die Ausstellung dauert von Dienstag, 28. April bis 8.Mai 2009 und ist Montag – Donnerstag von 8 – 18 Uhr und Freitag von 8 –16 Uhr geöffnet. Die 2007 herausgegebene Broschüre „Augenzeugen und Bilder berichten“ von Ulrich Bigalski sowie der Katalog zur Ausstellung auf der Homepage des Landratsamt FFB unter www.lra-ffb.de (Der Landkreis stellt sich vor / Gedenkstätten) kann abgerufen. In der Stadtbibliothek in der Aumühle informiert ein Büchertisch mit ergänzender Literatur über das Thema.

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