Überlebenskurs für Kinder mit dem Bund Naturschutz

Rottbach - Der neue Pächter im Rottbacher Gasthaus Heinzinger, Reiner Dieffenbach, Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Fürstenfeldbruck/Emmering, sieht sich als „Rentner mit Lebenstraum“. Den hat er sich mit seiner Gastronomieübernahme bereits erfüllt. Den Kindern und Jugendlichen in der BN-Ortsgruppe fühlt er sich aber nachwievor verpflichtet, was naturbezogene Aktionen anbelangt. Jetzt regte eine Mutter an, das so genannte ‚Survival’, die Kunst des Überlebens in der Natur und ohne Handy, zu üben. Reiner Tieffenbach nahm die Idee gern auf, konnte er sich doch dabei auf die Mithilfe seines Freundes Maximilian Schuler, einem Ex-Bundeswehrler mit Survival-Erfahrung Ende der 50er Jahre im Iglu und Hochgebirge, sowie auf Uwe Holzberger stützen. Der KREISBOTE sprach mit den BN-Leuten über Einzelheiten einer zumindest ungewöhnlichen Herausforderung.

Herr Dieffenbach, für die Kinder wird es doch wohl nicht ganz so ernst ausgehen? Reiner Dieffenbach: Das läuft alles ohne jeden Druck und mit spielerischen Ideen ab. Wir machen beispielsweise den Anfang hier in meiner Gaststätte im Jägerstüberl. Da haben wir jede Menge Präparate von heimischen Tieren. Da beginnt die anschauliche Entdeckungs- und Eroberungsreise. Aber dann wollen Ihre Freunde Schuler und Holzberger mit den Kindern sicher ins Freie hinaus … Reiner Dieffenbach: So ist es … Die gehen runter zu meinem Fischteich. Wasser ist doch ein ganz wichtiges Element in unserem Leben, genauso wichtig wie der Sauerstoff. Da wird allen klar, wie wichtig die Sauberhaltung dieses Lebenselements ist. In Ihrer Ankündigung steht „Wie mache ich ein Feuer an?“ Reiner Dieffenbach: Ohne Holz geht nichts. Also muß erst einmal gesammelt werden. Zum Anzünden gehört trockenes Gras, also Heu. Aber auch Birkenrinde. Und dann muß durch ständiges Reiben Hitze erzeugt werden, bis sich das leichteste Material entzündet. Das braucht alles Geduld und auch ein bisschen Glück. Und zum Feuerplatz sollte eine Vertiefung ausgehoben werden. Ein wichtiges Kapitel beim „Überleben in Wald oder Wildnis“ ist doch wohl der Schlafplatz? Reiner Dieffenbach: Dafür liegen Tannenzweige auf dem Boden bereit, die man dann auch mit Ästen zu einer Abdeckung nach oben verknüpfen kann. Ganz wichtig ist, eine Plastikplane für alle möglichen Zwecke mit sich zu führen. Als Unterlage, aber auch, um zum Beispiel Regenwasser aufzufangen. Und ein etwa 3 Meter langes Seil wäre auch nicht schlecht, damit man das Knotenmachen lernt. Was gibt es zum Essen? Reiner Dieffenbach: Alle Teilnehmer sammeln unter Anleitung Kräuter. Aber man kann auch schon Kartoffeln und Gemüse mitbringen. Eine kräftige Suppe wird bereitet, wozu natürlich ein Kochtopf gehört, vielleicht aber auch eine Pfanne für Pilze und Kräuter. Im übrigen hat jeder Teilnehmer auch ein Taschenmesser und einen Kompaß bei sich. Für die Orientierung im Gelände ist das unerlässlich und der Gebrauch wird allen erklärt. Was geschieht zum Ausklang des sich-zurecht-Findens in der Natur? Reiner Dieffenbach: Baden im Fischweiher, sofern man schon schwimmen kann …

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