Doppelnutzung durch Feuerwehr und Schützen auch weiter möglich

Umbau des Feuerwehrhauses in Aich

Akkurat aufgeräumte Feuerwehrhelme- und Jacken in einer Umkleide.
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Aufgrund des Feuerwehrbedarfsplans muss das Feuerwehrgerätehaus in Aich umgebaut werden.

Fürstenfeldbruck – Die Feuerwache in Aich soll in den kommenden zwei Jahren umfassend modernisiert werden. Die Kostenschätzung für Umbauarbeiten am Bestandsgebäude sowie der Errichtung eines Anbaus mit neuer Fahrzughalle, Umkleideräumen und Sanitäreinrichtungen beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

Aufgrund des Feuerwehrbedarfsplans muss das Feuerwehrgerätehaus in Aich umgebaut werden. Neben einer neuen Fahrzeughalle – die bisherigen Garagen entsprechen nicht mehr den gültigen Vorschriften und sind für das neu bestellte Löschfahrzeug HLF 10 zu klein – werden in dem L-förmigen Anbau vor allem neue Umkleideräume und Sanitäranlagen untergebracht sein. Geplant sind 56 Umkleideplätze für Männer und 15 für Frauen. Dies entspräche dem derzeitigen Verhältnis, könne künftig aber auch angepasst werden, erklärte Thomas Keller vom beauftragten Ingenieurbüro IGB Brandschutztechnik und Gefahrenabwehrplanung den Mitgliedern des Finanzausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung.

Da die Bausubstanz des Bestandsgebäudes laut Gutachten gut und erhaltenswert sei, habe man sich für eine Anbauvariante entschieden, anstatt das Gebäude abzureißen und komplett neu zu errichten. Die Nutzung der bisherigen Räumlichkeiten wird im Zuge der geplanten Um- und Anbaumaßnahmen neu strukturiert werden. So erhält etwa der Kommandant ein eigenes Büro und aus dem Schulungsraum wird ein rechtlich notwendiger zweiter Rettungsweg geschaffen.

Schießstand bleibt unberührt von Umbau

Unberührt davon bleibt der Schießstand der Schützen, die in die Planungen miteinbezogen wurden. So bleibt der Bestandsschutz weiterhin gewährleistet und es können weiterhin Vereinswettbewerbe durchgeführt werden. Auch die Doppelnutzung der bisherigen Räume – vor allem des Bereitschafts-/Gemeinschaftsraums – wurde ausdrücklich gewünscht. Lediglich zwei getrennte Umkleiden sowie ein zusätzliches Büro und ein neuer Lagerraum wären nötig. Dieter Kreis (ÖDP) störte sich daran, dass die Pläne dem Gremium zu kurzfristig vorgestellt wurden. Es bliebe „zu wenig Zeit, eine fundierte Entscheidung treffen zu können.“ Die Finanzmittel für den Bau seien bereits im Haushalt eingestellt, es ginge „heute nur darum, ob wir die vorgestellte Variante mit einem Anbau weiterverfolgen oder nicht“, entgegnete OB Erich Raff (CSU). Über Details in der Umsetzung würde ohnehin der Planungs- und Bauausschuss befinden. Dem schloss sich das Gremium gegen die Stimme von Kreis an. Es wird mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren gerechnet.

Fischer

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