Voll im Zeitplan

Erweiterungsbauten nehmen Formen an

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Seit nunmehr einem Jahr herrscht Baustelle. Kindergeschrei und Platz zum Toben musste vorerst weichen. Der große Pausenhof der Wittelbacher Mittelschule ist einer riesigen Baustelle gewichen. Neben Sanierungsarbeiten stehen auch Erweiterungsmaßnahmen auf dem Plan des Architektenteams Peter Oppenheimer und Christine Müller. Am Mittwoch, 11. Juli, lud Oberbürgermeister Andreas Haas zur Baustellenbesichtigung ein – so konnten sich einige Stadträte einen ersten Eindruck verschaffen, wo die Millionen hinfließen.

Germering - Bildung ist ein wichtiges Thema in der Gesellschaft, zahlreiche Möglichkeiten erlauben es jungen Heranwachsenden heutzutage einen Schulabschluss zu erlangen, auch aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung muss mit der Zeit gegangen werden und vor allem Platz geschaffen werden – steigende Schülerzahlen verlangen dies. Zudem sind viele Schulen in die Jahre gekommen. Die Sanierung des Schulkomplexes rund um die Wittelsbacher Mittelschule und die Theresen Grundschule nimmt langsam Formen an. Nach dem Abriss der alten Turnhalle und des Lehrschwimmbeckens, in dem sicherlich viele Germeringer das Schwimmen gelernt haben, sind die beiden neuen Einfach-Turnhallen, die an der Wittelsbacher Straße liegen, bereits erkennbar. Weiter folgen soll eine Betreuungsbrücke, die zu einem späteren Zeitpunkt als Ausweichquartier für die Mittelschüler und ihre Lehrer dienen muss, wenn die Sanierung ihres Schulgebäudes fortgesetzt wird. 

Zweite Führung über die Baustelle

Die erneute Führung mit den Architekten über die Baustelle, nach der im letzten Herbst, würde auch deswegen gemacht, „um nicht immer nur über die Kosten zu berichten“ erklärt Haas. Ursprünglich genannte Zahlen um die 33 Millionen für das Gesamtprojekt werden wohl nicht eingehalten werden können. Bisher seien erst elf Millionen für die ersten Bauabschnitte ausgeschrieben worden, hinzu kam der nicht mit eingeplante Fund von Altlasten, der zu erheblichen Mehrkosten führen wird. Rund zwei Millionen Euro soll die Bodenkontamination, die beim Abriss der alten Turnhalle zu Tage gekommen ist, zur Kostensteigerung beitragen. Der Erweiterungsbau der Grundschule ist im Rohbau bereits fertig – einen Monat früher als geplant. So viel wie möglich sollte vor den Sommerferien fertiggestellt werden, damit große Aktionen, wie der Rückbau des alten Treppenhauses dann stattfinden kann, wenn kein täglicher Schulbetrieb bestehe, erklärt Architekt Peter Oppenheimer. Der Anbau mit neuem Treppenhaus sei nicht nur wegen der kürzeren Verbindungswege notwendig, besonders stehe aber die Sicherheit im Fokus der Architekten. „Das alte Treppenhaus ist technisch gesehen nicht okay, vor allem wenn es gebrannt hätte“, sagt Oppenheimer. Zudem finde eine Unterkellerung des Anbaus statt, um mehr Lagerfläche für die Schule zu schaffen. Ein weiterer großer Faktor ist das Thema Licht und Helligkeit. Derzeit besitzen die Grundschüler die Möglichkeit durch große Fenster auf die Baustelle zu blicken – ein Gefühl wie das, das Besucher im Zoo haben, befällt einen augenblicklich. „Wer sind jetzt nur die Affen“, scherzt Haas als er und weitere Mitglieder des Stadtrats die zukünftigen Klassenzimmer im Erweiterungsbau betreten. „Grundsätzlich herrsche aber eine strikte Trennung zwischen Schule und Baustelle für die Kinder“, sagt Architekt Oppenheimer. Niemand wolle ein Risiko eingehen. 

Baustellenleben

Bis zur geplanten Fertigstellung Ende 2022 müssen die Kinder mit dem Baustellenleben zurechtkommen – ebenso wie die Anwohner, denn nicht nur die Kosten sind hoch, auch der Lärmpegel ist nicht zu verachten. Der Unterricht an den beiden Schulen geht unbeirrt weiter und auch der an die Mittelschule angeschlossene Hortbetrieb findet während der gesamten Bauphase weiterhin statt. 

Claudia Becker

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