Bilanz zum Unwetter im Landkreis

Sturm Friederike wütete im Landkreis

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Landkreis – Sturm Friederike wütete vor allem am 18. Januar im Landkreis und meinte es mit Bäumen, Dächern und einen Lkw-Fahrer nicht gut. Feuerwehren und Polizei waren im Dauereinsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen oder schon vorzeitig vom Umfallen zu bewahren.

                                                         Olching 

Unter anderem war im Olchinger Föhrenweg ein Baum auf eine Stromleitung gefallen. Die Feuerwehr beseitigte den Baum in Absprache mit dem Stromversorger. In der Göthestraße eine Tanne und verfehlte durch großes Glück alle umliegenden Häuser – lediglich ein Gartenzaun wurde beschädigt. In der Hauptstraße hatten sich Teile einer Abdeckung gelöst. Die Feuerwehr beseitigte die losen Teile. Die Feuerwehr Olching war insgesamt etwa drei Stunden im Einsatz. 

                                                         Gröben zell 

Das Sturmtief Friederike führte in Gröbenzell zu fünf Einsätzen im Gemeindegebiet. 16 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mit drei Fahrzeugen am Nachmittag bis etwa 17.30 Uhr im Einsatz. Neben drei umgestürzten Bäumen sicherte die Feuerwehr ein Dach sowie ein sieben Quadratmeter großes Glaselement.                                                          Maisach 

Drei Einsätze für die Feuerwehr und zwei für den First-Responder ist die Bilanz der Maisacher Feuerwehr zum stürmischen Donnerstag. Zunächst wurden die ehrenamtlichen Einsatzkärfte gegen halb zwei in die Schlesierstraße in Maisach gerufen. Dort hatte der Sturm das Blechdach einer Gartenhütte abgerissen und etwa 40 Meter weit in einen benachbarten Garten geschleudert. Um 15.20 Uhr schickte sie die ILS Fürstenfeldbruck zu einem Supermarkt am Strasserwinkel. Durch die gewaltige Kraft des Sturms wurden Blechteile des Pultdachs abgerissen. Die Dachstücke waren äußerst scharfkantig und stellten so eine ernsthafte Bedrohung für zufällig vorbeikommende Passanten und Autos dar. Mithilfe der Drehleiter konnten alle losen und freiliegenden Dachelemente eingesammelt und sicher verstaut werden. Zuvor halfen sie an der Unfallstelle mit einem Lkw: Der 56-jährige Lkw-Fahrer aus Friedberg wurde am 18. Januar gegen 14.15 Uhr zwischen Überacker und Einsbach (Landkreis Dachau) in seinem Lkw von einer Windböe erfasst, wodurch er von der Fahrbahn abkam. Der Lkw überschlug sich anschließend, wodurch der Mann im Fahrzeug eingeklemmt wurde. Der 56-Jährige musste mit schwersten Verletzungen in ein Münchner Krankenhaus gebracht werden.

                                                  Passend zum Sturm 

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Fürstenfeldbruck hat darüber beraten, ein digitales Warnsystem einzuführen. Ziel ist es, sowohl bei Naturkatastrophen wie auch bei anderen Großschadenslagen schnell und zielgerichtet die Bevölkerung zu informieren. Darüber hinaus hätte ein solches Warnsystem den Vorteil, durch Informationen aus erster Hand Falschmeldungen zu vermeiden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat hierzu die App „NINA“ mit dem zugehörigen Modularen Warnsystem (MoWaS) auf den Weg gebracht. Die Verbandsversammlung hat beschlossen, sich an einem Probebetrieb zu beteiligen. 

red

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