Attraktiver und sicherer

Verkehrsforum macht Vorschläge zur Umgestaltung der Augsburger Straße

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Könnte nach den Vorstellungen des Verkehrsforums eine Allee mit breiten Rad- und Fußwegen sowie Kreisverkehren werden: Die Augsburger Straße

Über den Ausbau der Radverkehrsführung entlang der Augsburger Straße wird bereits seit Jahren diskutiert. Im letzten Jahr schien eine Zwischenlö- sung bis zur Generalsanierung der B2 in greifbarer Nähe, wurde dann jedoch vonseiten der Verwaltung wieder verworfen. Nun geht das Verkehrsforum mit eigenen Plänen zur Umgestaltung der viel befahrenen Nord-Süd-Achse in die Offensive.

Fürstenfeldbruck - Die Augsburger Straße zählt mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen von 11.000 bis 14.000 Kfz täglich zu den meist befahrenen Straßen Fürstenfeldbrucks. Die wichtige Ausfallstraße in zentraler NordSüd-Richtung birgt für Radfahrer nicht unerhebliche Risiken, denn es gibt in der nördlichen Hälfte nur einen einseitigen, gegenläufigen Radweg, im südlichen Streckenabschnitt gar keine Radverkehrsanlagen. 

Straße in zu schlechtem Zustand - Stadt will abwarten

Die Augsburger Straße birgt mit ihren Engstellen für Radfahrer Risiken

Die Planungen der Stadt für den temporären Ausbau der Radverkehrsführung entlang der Augsburger Straße waren eigentlich schon abgeschlossen. Als Zwischenlösung empfahl der Verkehrsausschuss im Mai letzten Jahres, die viel befahrene B2 für Radfahrer im Abschnitt zwischen Maisacher Straße und Am Ährenfeld durch eine durchgängig getrennte Radverkehrsführung auf beiden Seiten der Augsburger Straße sicherer zu machen. Die vorgesehene Variante sah einen Mix aus markierten Schutzstreifen, Radfahrstreifen sowie baulich getrennten Radwegen vor. Als möglicher Baubeginn wurde Herbst 2017 genannt. „Nach einem Ortstermin hieß es dann plötzlich, die Straße wäre in einem zu schlechten Zustand“, informierte Stadträtin Alexa Zierl, die zusammen mit Thomas Brückner vom Verkehrsforum FFB sowie dem Verkehrsreferenten Mirko Pötzsch und Adi Stumper (ADFC) die Pläne des Verkehrsforums vorstellte. Die Stadt will jetzt abwarten und die Maßnahmen im Zuge der ohnehin anstehenden Sanierung der Straße durch das Staatliche Straßenbauamt Freising – die Arbeiten sollen möglichst 2020 erfolgen – umsetzen. 

Beidseitige Radwege mit zwei Meter Mindestbreite

Mit den nun vorgelegten Plänen wolle man einem möglichen Flickwerk seitens der Behörden bereits im Vorfeld entgegenwirken, erläutert Brückner. „Weg von Minimallösungen hin zu einer vernünftigen und zukunftsfähigen Umsetzung“, lautet sein Credo. Der Entwurf verfolgt im Wesentlichen drei Ziele: Den Ausbau der Radverkehrswege, eine städtebauliche Verschönerung des Straßenzuges – insbesondere im südlichen Teilbereich – sowie eine höhere Leistungsfähigkeit für den motorisierten Verkehr, damit dieser besser fließen kann, wobei oberste Priorität die Verkehrssicherheit der Radler und Fußgänger hat. So sind auf dem gesamten Streckenabschnitt zwischen der Malchinger Straße im Norden und der Dachauer Straße im Zentrum der Stadt beidseitige Radwege mit zwei Meter Mindestbreite vorgesehen. 

Gleichmäßigeres, flüssigeres Fahrverhalten statt Stop and Go

Womöglich will man zudem Fußwege verbreitern, verkehrsberuhigte Räume schaffen und sichere Überquerungshilfen realisieren. Hierfür soll beispielsweise die Fahrbahn im südlichen Bereich zwischen Maisacher- und Dachauer Straße von momentan vier auf zwei Spuren verengt werden. Im Zuge dessen könnten in diesem Abschnitt auch Alleebäume gepflanzt werden, was wiederum zu einer optischen Aufwertung führt und neben der Luftreinhaltung auch der Aufenthaltsqualität zugute kommt. Verbesserungen für den motorisierten Verkehr erhoffen sich die Planer durch den teilweisen Ersatz von Ampelanlagen durch Kreisel. „Dadurch versprechen wir uns auch bei hohen Verkehrsbelastungen ein gleichmäßigeres, flüssigeres Fahrverhalten, anstatt des Stopand-Go-Verkehrs bei Lichtsignalanlagen“, sagte Brückner. Die Pläne hat das Verkehrsforum bereits an die Stadt und OB Erich Raff weitergeleitet. Letztendlich wolle man mit den Vorschlägen eine Diskussionsgrundlage für die künftigen Planungen schaffen, denn „die Stadt sollte mit einer gleichberechtigten Planung vorangehen und nicht erst warten bis aus Freising was kommt“, wie Zierl betont. 

Weitere, detaillierte Informationen sind unter >Aktuelles< auf der Homepage des Verkehrsforums (www.verkehrsforum-ffb. de) abrufbar. 

Peter Fischer

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