Buch über die Insekten veröffentlicht

Die Welt der Wildbienen entdecken

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Bei der Vorstellung des Wildbienen-Buches (von links): Eugenie Scherb vom Bund Naturschutz, Wolfgang Schachtner von der Sparkassenstiftung, Illustratorin Claudia Botz und Umweltbildnerin Anke Simon.

Fürstenfeldbruck - Anke Simon ist Umweltbildnerin beim Bund Naturschutz Fürstenfeldbruck. Vorwiegend Schulklassen und Kindergartenkindern bringt sie Themen wie die Blumenwiese oder den Biber näher, denn sie weiß: „Nur was man kennt, kann man schützen“. Auch über Wildbienen referiert die Diplom-Forstwirtin und Waldpädagogin. Doch dazu hat ihr immer ein Buch gefehlt, weshalb sie dies nun selbst in die Hand nahm. So stellte sie pünktlich zum Weltbienentag ihr Wildbienen-Buch vor.

„Ich kann überhaupt nicht zeichnen, weshalb ich mich an meine Freundin Claudia Botz gewandt habe“, erzählt Simon von den Anfängen vor drei Jahren. Botz gibt zu: „Da wusste ich gar nicht, was Wildbienen sind, ich kannte nur die Honigbienen, doch Anke hat mich schnell aufgeklärt.“ So entwickelten sie gemeinsam die Geschichte und die Charaktere um Wildbiene Mia, die der Honigbiene Melli das Leben der Wildbienen zeigt. 

Bienen sollten möglichst realistisch aussehen

So fliegen sie bei Erdbienen vorbei, die ihre Nester tief in den Boden graben oder bei Schwarzbienen, die abgestorbene Baumstämme beheimaten. Dabei war den beiden wichtig, dass sie die Bienen nicht zu verniedlichen, wie Biene Maja, die nur vier Beine hat, sondern möglichst realistisch abbilden, aber auch nicht zu detailgetreu. „Überlebensgroße Insekten können schon mal gruselig aussehen“, stellte Botz bei ersten Skizzen fest. Als die beiden das Buch fertig hatten, mit dem Bund Naturschutz einen Partner fanden und durch viele Sponsoren das Geld zusammen hatten, ging es an die Verlagssuche. „Das war nicht einfach, weil das Buch doch sehr speziell ist und kein reines Bilderbuch“, erzählt Anke Simon. 

Buch ist nicht nur für Kinder gedacht

Doch mit dem Augsburger Verlag Wißner wurden sie fündig. Neben der Bildergeschichte gibt es nämlich Basteltipps, Säh-Anleitungen für einen Wildbienen-Blumenkasten und weitere Spielanleitungen. „Das Buch ist nicht nur für Kinder“, betont Simon außerdem. 2.000 Bücher der 16.000 hohen ersten Buchauflage können Dank der Sparkassenstiftung an alle Schulen und Kindergärten im Landkreis verteilt werden. Jede Einrichtung bekommt zunächst drei Stück zur Verfügung gestellt. 

Wildbienen schützen

„Wer bei uns eine passende Wildbienen-Führung bucht, bekommt einen ganzen Klassensatz“, erzählt die Umweltbildnerin. Für die Führung geht es direkt vor die Tür in die Nähe der Kinder. Dabei kann sie nun mit einem kleinen Holztheater-Kasten und den Illustrationen von Claudia Botz noch anschaulicher erklären, was es mit den Wildbienen auf sich hat und wie man sie schützen kann. Denn: „Den Wildbienen geht es nicht gut, es fehlen Blühwiesen und Möglichkeiten für den Nestbau“, weiß Eugenie Scherb vom Bund Naturschutz.

Miriam Kohr

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