Ermittlungen nach Fehler beim Betanken eines Verbrauchermarktes in Grafrath – Ausgelaufenes Heizöl - Gewässerverunreinigung verhindert

Schaden bis zu einer Million Euro: 1000 Liter Heizöl beim Betanken im Erdreich  versickert 

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Die Polizei in Fürstenfeldbruck ermittelt wegen eines Umweltdelikts in Grafrath.

Grafrath –  Ca. 1000 Liter Heizöl sind bei einem Tankvorgang in Grafrath  ins Erdreich gelangt: Zeugen alarmierten am 8. 1.  die Behörden über eine Umweltverschmutzung durch ausgelaufenes Heizöl  bei der Betankung eines Verbrauchermarktes. Ein Füllstutzen, so wurde vermutet, sei durch den Fahrer vermutlich nicht fachgerecht aufgesetzt gewesen. Mittlerweile habe  sich der dadurch angerichtete Schaden von möglicherweise einer halben auf bis zu einer Million erhöht, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord  am 9. 1. mit. 

Zeugen hatten die Behörden alarmiert. Der Fahrer eines Mineralölhandels wollte  am 8. Januar  gegen 13 Uhr einen Verbrauchermarkt in Grafrath mit Heizöl beliefern. Bei der Betankung wurde der Füllstutzen vermutlich nicht fachgerecht aufgesetzt. Dadurch gelangten, wie die Polizei in einer weiteren Pressemeldung am 9. 1. mitteilte, rund 1000 Liter  Heizöl in das Erdreich und anschließend in den Jahrholzbach. Die Feuerwehr und die Behörden wurden erst am Nachmittag von einem Anwohner über den Vorfall informiert. Die zur Schadenbegrenzung eingesetzte Feuerwehr setzte mehrere Ölsperren in den Bach, um eine weitere Ausbreitung des Öls in die Amper zu verhindern.  Die Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck ermittelt wegen eines Umweltdeliktes. Das Landratsamt Fürstenfeldbruck ist in die Ermittlungen eingebunden.

 

Am Freitag  Vormittag, 9. 1. 2015  fand unter Beteiligung der zuständigen Behörden und eines Gutachters eine Begehung am Schadensort statt. Nach den ersten Schätzungen wird nunmehr von einer Schadenssumme von möglicherweise 500.000 – 1.000.000 Euro ausgegangen. Vermutlich müssen größere Mengen kontaminiertes Erdreich abgetragen werden. Ca. 1.000 Liter Heizöl sind beim Tankvorgang in das Erdreich gelangt. 

Inzwischen gab das Landratsamt Fürstenfeldbruck Entwarnung, was die mögliche Verunreinigung  der Gewässer angeht:  Die Feuerwehren aus Grafrath, Moorenweis und Fürstenfeldbruck legten Ölsperren im Jahrholzbach und noch in der Nacht saugten Fachfirmen den Ölteppich auf dem Jahrholzbach und im Regenwasserkanal ab. Durch diese Maßnahmen, welche vom Landratsamt Fürstenfeldbruck und Wasserwirtschaftsamt München überwacht wurden, konnte eine Verunreinigung des Mutterbachs und der Amper durch das ausgelaufene Heizöl vermieden werden. Eine Gefahr für die Trinkwasserversorgung bestand nicht. Die weiteren Sanierungsmaßnahmen koordiniert in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt München ein von der Versicherung beauftragter Sachverständiger. Die konkrete ausgetretene Menge an Heizöl kann noch nicht bezeichnet werden; nach Angaben der Heizölfirma ist aber wohl mit einer Menge von bis zu 1.000 l zu rechnen, heißt es in der Pressemitteilung des LRA Fürstenfeldbruck. 

redkb

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