Viertägige Feier aus Anlass des Jubiläums in Gröbenzell - Eine 46-köpfige Delegation reist aus Ungarn an

25 Jahre Partnerschaft mit Pilisvörösvar

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(v. li.): Michael Leonbacher, Referent für Partnerschaften in Gröbenzell, Thomas Möller (DVUG), Bürgermeister Martin Schäfer, Margit Schaller (Verwaltung) und Albert Donhauser (Gröbenhüter) stellten das viertägige Veranstaltungsprogramm vor.

Gröbenzell - Alles begann mit der Autopanne eines Gröbenzellers 1988: Die Gemeinde Gröbenzell ist seit 1990 mit der ungarischen Stadt Pilisvörösvar partnerschaftlich verbunden. Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums veranstaltet Gröbenzell vom 3. Juni bis zum 7. Juni eine viertägige Feier mit vielen gesellschaftlichen Höhepunkten. Eine 46-köpfige Delegation mit Bürgermeister Istvan Gromon und seiner Gattin Eva Szigeti an der Spitze reist aus der knapp 14.000 Einwohner zählenden Stadt in der Nähe von Budapest eigens an, um die Freundschaft zwischen den Gemeinden, Vereinen und Bürgern weiter zu vertiefen.

 Die Gemeinde Gröbenzell ist seit 1990 mit der ungarischen Stadt Pilisvörösvar partnerschaftlich verbunden. Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums veranstaltet Gröbenzell vom 3. Juni bis zum 7. Juni eine viertägige Feier mit vielen gesellschaftlichen Höhepunkten. Eine 46-köpfige Delegation mit Bürgermeister Istvan Gromon und seiner Gattin Eva Szigeti an der Spitze reist aus der knapp 14.000 Einwohner zählenden Stadt in der Nähe von Budapest eigens an, um die Freundschaft zwischen den Gemeinden, Vereinen und Bürgern weiter zu vertiefen.

 „Im Nachhinein bin ich eigentlich ganz glücklich darüber, dass ein Gröbenzeller 1988 in Pilisvörösvar eine Autopanne hatte“, meinte Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer bei der Vorstellung der Veranstaltungen im Rahmen eines Pressegesprächs am 26. Mai in seiner Amtsstube im Gröbenzeller Rathaus. Dabei spielte der Rathauschef auf die Entstehung der Partnerschaft an. Damals war der damalige Vorsitzende des Sportvereins Grün-Weiß Gröbenzell, Georg Mittermaier, in Pilisvörösvar mit seinem Auto liegengeblieben und hilfsbereite Bürger standen ihm zur Seite. Zurück in Gröbenzell regte er beim damaligen Bürgermeister Bernd Rieder eine Städtepartnerschaft an. Nach einer Umfrage bei den Vereinen und Verbänden beschloss der Gemeinderat 1989 einstimmig, mit der Gemeinde Pilisvörösvar die erste formelle Gemeindepartnerschaft einzugehen. Zugleich wurde zur Gründung eines deutsch-ungarischen Vereins aufgerufen. 

Auch der Gemeinderat in Pilisvörösvar fasste im Oktober 1989 einstimmig den Beschluss, mit Gröbenzell eine Partnerschaft zu schließen. Am 6. Dezember 1989 wurde von 69 Gründungsmitgliedern der Deutsch-Ungarische Verein Gröbenzell (DUVG) ins Leben gerufen, in Pilisvörösvar erfolgte im Januar 1990 als Pendant die Gründung des Ungarndeutschen Heimatvereins Werischwar. Mit offiziellen Partnerschafts-Feiern im April 1990 in Gröbenzell und im August des gleichen Jahres in Pilisvörösvar wurde die bis heute intensiv gepflegte Freundschaft besiegelt. „Wir wurden von den Ungarn stets sehr herzlich aufgenommen“, berichtete Michael Leonbacher, der Referent für Partnerschaften in Gröbenzell. Es sei auch für den neuen Gemeinderat eine Herzensangelegenheit, diese Freundschaft weiter zu vertiefen. „Nicht nur auf Ebene der Gemeinde, sondern auch mit den Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern.“ Und Bürgermeister Schäfer ergänzte, er freue sich auf den gelebten Austausch der Kulturen. „Ich habe mich im vergangenen Jahr in Pilisvörösvar sehr wohl gefühlt“, ergänzte Schäfer, „auch weil mich jeder verstanden hat“, spielte der Rathauschef auf den hohen Anteil der deutschstämmigen Einwohner von Pilisvörösvar an. 

Am Mittwochabend gegen 18 Uhr werden die ungarischen Gäste vor dem Gröbenzeller Rathaus empfangen. Einen Tag später nehmen die Ungarn auf eigenen Wunsch am Fronleichnamszug teil. Anschließend versammelt sich die Delegation im Bürgerzentrum. Dort empfängt der Deutsch-Ungarische Verein Gröbenzell die Gäste und ehrt die Gründungsmitglieder der Partnerschaft. Am Nachmittag geht’s gemeinsam zum Speedway nach Olching, anschließend aufs Olchinger Volksfest. Am Freitag erkunden die Ungarn auf besonderen Wunsch die bayerische Landeshauptstadt, bevor dann am Abend der erste gesellschaftliche Höhepunkt im Freizeitheim stattfindet: Heimatabend mit dem Trachtenverein Almfrieden mit Volkstanz und –musik. Am Samstagvormittag findet ein Ortsrundgang durch Gröbenzell mit abschließendem Museumsbesuch unter der Leitung von Albert Donhauser, dem Leiter des Heimat- und Torfmuseums statt. Am Abend als nächsten gesellschaftlichen Höhepunkt im Freizeitheim: der große Festabend mit einem 140-minütigen Programm. Gegen 10 Uhr am Sonntagvormittag werden die Gäste dann auf dem Rathausplatz verabschiedet. 

Dieter Metzler

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