Ungebetener Gast besiedelt Gebiet rund um den Waldfriedhof

Wenn der Dachs zuschlägt

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Eines der Gräber auf dem Waldfriedhof wird immer wieder von einem Dachs heimgesucht.

Er bevorzugt Gräber mit Abdeckplatte, so viel steht schon einmal fest. Ob er alleine oder mit seinem Clan auf dem Waldfriedhof und in der angrenzenden Nachbarschaft wütet, ist nicht klar. Da der Dachs vorwiegend nachts aktiv ist, ist er selten zu sehen. Ein Einzelgänger, wie oft gedacht wird, ist das Raubtier nämlich nicht.

Germering - Entgegen der weitläufigen Meinung ist der Dachs auch kein reiner Fleischfresser. Bevorzugt ernährt er sich von Regenwürmern, wie einige Bewohner der angrenzenden Fichtenstraße berichten, ist der ungebetene Gast aber auch nicht abgeneigt, was das herabgefallene Obst betrifft. Der bedächtige und ruhige Grimbart aus der Fabel hat seinen Weg nicht nur auf den Waldfriedhof, sondern auch ins Wohngebiet gefunden und benimmt sich eher rüpelhaft. Er buddelt unter die Gräber und schafft sich dort seine unterirdischen Höhlensysteme. Zudem dringt er bis in die heimischen Gärten vor. 

Waidmannsheil

Wie Thomas Wieser, zuständig für Umweltangelegenheiten bei der Stadt, berichtet, sei die Stadt bereits dran, den Übeltäter einzufangen. Dies sei aber eine pikante Angelegenheit, da der Dachs dazu in eine Falle tappen muss. Geschossen werden darf er im Wohngebiet nicht. Einer Umsiedlung stehe aber nichts im Wege, so Wieser, wenn der Jäger ihn einfangen kann. Ein passendes Gebiet – in gebührender Entfernung zum Waldfriedhof – sei bereits gefunden worden. Jetzt muss sich der Jäger aber ranhalten. Die Jagdzeit für den Dachs gilt nur noch bis Ende Oktober, dann darf das Tier erst wieder im nächsten August eingefangen werden. Waidmannsheil! 

Claudia Becker

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