Unter den Spitzenreitern bei der Kriminalität ist auch der Landkreis Fürstenfeldbruck - Statistik des Polizeipräsidiums Nord veröffentlicht

Im Bereich des Polizeipräsidiums Nord, in dessen Zuständigkeit die Landkreise Erding, Ebersberg, Freising, Fürstenfeldbruck, Dachau, Landsberg, Starnberg, Eichstätt, Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen sowie das kreisfreie Ingolstadt fallen, wurden im Jahr 2009 64.661 Straftaten statistisch erfasst. Die am stärksten mit Straftaten belasteten Regionen waren Ingolstadt sowie die Landkreise Fürstenfeldbruck, Freising und Dachau. Die geringste Straftatenbelastung hatte der Landkreis Eichstätt. Insgesamt hat sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Nord gegenüber dem Vorjahr aber ein Rückgang der Straftaten von drei Prozent ergeben.

40.523 Straftaten (62,7 %) konnten aufgeklärt werden. Die höchste Aufklärungsquote wurde bei den Tötungsdelikten (98,4 %) erzielt, gefolgt von den Waffen- und Sprengstoffdelikten (97,4 %), Rauschgiftdelikten (96,6 %), Körperverletzungsdelikten (90,6 %) und den Sexualstraftaten (89,9 %). Die Zahl der Tötungsdelikte stieg um sieben Fälle auf 62 an. In 15 Fällen ermittelte die Kripo wegen Mordes, in 26 Fällen wegen Totschlages. Mit 19.329 (29,9 %) nehmen die Diebstähle immer noch den ersten Platz bei den Delikten ein, auch wenn gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 6,8 Prozent festzustellen war. Die Fahrraddiebstähle rangieren hier mit 4.144 Fällen an erster Stelle. Es folgen die „Sonstigen Straftaten“ (16.402 = 25,4 %). Dazu rechnen 9.076 (14 %) Sachbeschädigungen. Mit 11.097 (17,2 %) Fällen rangieren die Vermögens- und Fälschungsdelikte an dritter Stelle, wobei allein 7.733 (12 %) Betrugsdelikte dazu zählen. Bei den 9.170 Rohheitsdelikten (14,2 %) betrug die Zahl der Körperverletzungen allein 6.453 (10 Prozent), und die Anzahl bei den strafrechtlichen Nebengesetzen betrug 7.982 (12,3 %). Darunter fielen 3.583 (5,5 %) Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz und Asylverfahrensgesetz sowie 2.904 (4,5 %) Rauschgiftdelikte. Im Zusammenhang mit der Aufklärung der 40.253 Straftaten wurden 32.560 Tatverdächtige ermittelt. Ohne den Verstößen gegen ausländerrechtliche Vorschriften, die zum überwiegenden Teil am Flughafen München durch die Bundespolizei festgestellt wurden, konnten mit der Aufklärung von 36.996 Straftaten insgesamt 29.277 Tatverdächtige, 76, 5 Prozent männlichen Geschlechts, ermittelt werden. Das waren 700 mehr als im Vorjahr. 23.367 Tatverdächtige verübten eine, 3.444 zwei und 2.466 Beschuldigte drei und mehr Straftaten, darunter 59, die mehr als 19 Delikte begingen. Unter den 29.277 Tatverdächtigen waren 6.426 Nichtdeutsche, das sind 265 (4,3 %) mehr als im Vorjahr. Nichtdeutsche fallen in den Deliktbereichen Hehlerei von Kfz, unerlaubtes Glücksspiel, betrügerisches Erlangen von Kfz, Taschendiebstahl, Kfz-Diebstähle, Raubüberfälle auf Geschäfte und Fälschung von Zahlungsmittel besonders auf. Bei der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) handelt es sich um eine Zusammenstellung aller bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte. Darunter fallen Verstöße gegen das Strafgesetzbuch und strafrechtliche Nebengesetze ohne Verkehrs- und Staatsschutzdelikte.

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