Verhungert

Geschwächter Graureiher nach Rettung verstorben

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Der Polizeibeamte Klaus Meissner mit dem Graureiher und zwei Spaziergängerinnen, die die Polizei auf das Tier aufmerksam gemacht hatten.

Dank aufmerksamen Spaziergängerinnen konnte ein verletzter Graureiher am Amperufer zu einem Vogelexperten gebracht werden. Doch der Reiher konnte sich nicht mehr erholen.

Um die Mittagszeit am Sonntag, 20. Januar, wurde der Polizei in Fürstenfeldbruck ein verletzter Vogel am Ufer der Amper mitgeteilt. Nach einer Suchaktion konnte das völlig entkräftete Tier im Bereich des Grillplatzes an der Schöngeisinger Straße schließlich entdeckt werden. 

In rosa Decke gekuschelt

Ein unbekannter Spaziergänger hatte den Graureiher bereits in eine rosa weiche Decke gewickelt. Dort lag er nun und machte mit seinem erhobenen Köpfchen einen bemitleidenswerten Eindruck. Der Fischreiher, wie er auch genannt wird, ließ sich von den hinzugerufenen Polizeibeamten samt Decke ohne Gegenwehr in Obhut nehmen. 

Graureiher stirbt am Tag danach

Er wurde anschließend an eine Station des Vogelnotdienstes in Olching in gute Hände übergeben. Der dem ersten Augenschein nach unverletzte Reiher war offensichtlich stark entkräftet und ausgekühlt. Zwar bescheinigten die Polizei dem Reiher noch gute Chancen auf Besserung, jedoch verstarb der Reiher einen Tag später an Unterernährung - wie Gerhard Wendl von der Vogel-Station auf Anfrage berichtet. 

Temperaturen macht Jagen schwer

Der junge, abgemagerte Graureiher, mit wenig Jagderfahrung, hatte seit Tagen nichts mehr gegessen. "Bei der hohen Schneedecke und den niedrigen Temperaturen, finden Reiher einfach kein Futter mehr", erklärt der Vogelexperte, der den Graureiher vom Amperufer am Sonntag noch mit zwei Mäusen fütterte. "Leider war es für ihn bereits zu spät", sagt er. 

Jede Minute zählt

Bei solchen Wetterverhältnissen zähle jede Minute. "Man hätte den Reiher sofort versorgen müssen", erklärt der Olchinger im Hinblick darauf, dass er zunächst nur zugedeckt wurde, aber erst einmal liegen gelassen wurde. Wer den Reihern im Landkreis etwas Gutes tun möchte, rät Wendl: "Reiher halten sich immer an der selben Stelle auf, wer ihnen helfen möchte, kann rohe Fleischbrocken mit drei mal drei Zentimetern auf den Boden legen." Reiher seien bei der Wahl des Fleisches nicht wählerisch. 

pi/red

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