Die Bürger sind gefragt

Unterschriftenaktion gegen das Germeringer Briefverteilzentrum – Frist bis 26. Oktober

Pro oder contra Briefverteilzentrum im Germeringer Norden?
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Noch gibt es die Chance seine Stimme gegen das Germeringer Briefverteilzentrum abzugeben.

Germering – Trotz Ablehnung durch den Stadtrat kann das Briefverteilzentrum in Germering noch immer verhindert werden, so sagen es die Verantwortlichen einer erneuten Unterschriftenaktion. Bis Montag, 26. Oktober, haben die Germeringer Bürger die Gelegenheit, gegen das Vorhaben zu unterschreiben.

„Es kann nicht sein, dass der Wille der Bürger aufgrund formaler und materieller Gründe nicht beachtet wird!“ so die Initiatorin der Unterschriftenaktion, Carmen Greiff. „Wir haben dazugelernt, die gemachten Fehler korrigiert und sammeln nun erneut Stimmen gegen den Bau des Briefverteilzentrums!“

Erster Antrag fehlerhaft

Der Antrag auf einen Bürger entscheid zur Ansiedlung des Briefverteilzentrums in Germering war aus formalen und materiellen Gründen vom Stadtrat abgelehnt worden. Damit dennoch die Bedenken der Bürger gegen dieses Bauprojekt im Stadtrat Gehör finden, wurde eine neue Initiative gegründet. Die Frist, um die Unterschriften bei der nächsten Stadtratssitzung am 27. Oktober einzubringen, ist jedoch kurz: „Wir werden entschlossen und schnell handeln“, so Greiff. „In jedem Fall ist es gut für das politische Leben, wenn die Bürger noch einmal die Gelegenheit bekommen, ihre Meinung zu diesem Thema auszudrücken und dann auch wirklich im Stadtrat gehört zu werden!“

Verkehrsgutachten wird angezweifelt

Bereits Ende Juni hatte Greiff einen offenen Brief an den Oberbürgermeister sowie alle Stadtratsmitglieder versandt – eine Antwort hat sie nie erhalten. „Bitte legen Sie einen Stopp ein“, mit diesen Worten beginnt der Brief. Greiff bezieht sich dabei auf den Bau des Briefverteilzentrums im Germeringer Norden. Zum einen wies sie darauf hin, dass „die jetzige Diskussion auf der Entscheidung, die vor rund 20 Jahren getroffen wurde, den Germeringer Norden als Gewerbegebiet auszuweisen, basiert. Dies gelang nicht so, wie gewünscht und im Rahmenplan festgehalten. Aber wer A sagt, muss nicht 20 Jahre später B sagen, wenn er A als überholt oder nicht realisierbar erkannt hat“, erklärt Greiff in dem Brief. Weiter formuliert sie, was die Germeringer wirklich brauchen würden. Dabei spricht sie Geld, Ausbildungsplätze oder auch den Verkehr an. Gerade die Verkehrsproblematik wurde in der letzten Planungs- und Bauausschuss-Sitzung erneut hart diskutiert. Ein unabhängiges Verkehrsgutachten kam damals zu dem Schluss, dass es keine Mehrbelastung für Germering geben würde. Diplom-Ingenieur August Janello vom Ingenieurbüro Vössing ist sich sicher, dass die B2 den vermehrten Verkehr aufnehmen könne und auch für den Kreisverkehr befürchte er keine Überlastung. Mit errechneten 150 Fahrzeugen pro Stunde in den Abendstunden sei der Verkehr gut handhabbar, so der Experte. Ein Faktum, dass sowohl einige Stadträte als auch Mitglieder der Bürgerinitiative nicht glauben können.

Stimme abgeben, aber wo und wie?

Nun liegt es an den Germeringern zu handeln – was jedoch schnell geschehen muss, wie Carmen Greiff bestätigt. Die aufgearbeiteten Unterschriftenlisten können unter www.oedp-ffb.de heruntergeladen, ausgedruckt, ausgefüllt und an die dort genannten Adressen geschickt werden. Auch beim Obst- und Gemüsestand Sailer auf dem Samstagsmarkt und von Montag bis Freitag von 18 bis 19 Uhr vor der Stadtbibliothek können Germeringer Bürger gegen das Briefverteilzentrum unterschreiben. Für Rückfragen wenden sich Interessierte an: Carmen Greiff, Telefon 0176 21 41 47 80 oder per E-Mail carmen.greiff@oedp.de.    

red

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