Bauvorhaben Sportzentrum III

Sportvereinen drängt die Zeit

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Unterstrichen ihre Forderung nach einer Halle beim Sportzentrum: Die Vereinsvertreter (von links) Helmut Becker (TuS), Jürgen Rotter (Sportschützen), Rita und Holger Krüger (TuS-Kegler), Anton Maletz (TSV West) sowie Nikolaus Gnam vom Sportbeirat.

Fürstenfeldbruck – Die Verzögerungen beim Bau des Sportzentrums III im Brucker Westen können weder der Sportbeirat noch die beteiligten Vereine verstehen. Sie halten daran fest, dass der Bau der großen Lösung samt Halle in einem Aufwasch die sinnvollste Lösung ist.

4000 Sportler aus fünf Vereinen wollen das Zentrum planen, realisieren, nutzen und betreiben, sagte der Beiratsvorsitzende Joachim Mack bei einem Pressegespräch, zu dem Beirat und Vereinsvertreter geladen hatten. „Diese Zahl zeigt bereits, wie dringend wir das Sportzentrum brauchen.“ Dass die Beratung im Ausschuss der Stadt im März abgesetzt wurde, kann er deshalb nicht nachvollziehen. „Das wirft uns deutlich zurück.“ Die Forderung nach einer Planung einer kleinen Lösung ohne Halle kann Mack nicht verstehen. „Die gibt es mit Ausbaustufe eins doch.“ Gleichwohl meint der Beiratsvorsitzende, dass das Zentrum nicht in Stufen, sondern in einem Aufwasch gebaut werden sollte. Das spare rund 300.000 Euro – und Zeit.

Kegler und Schützen: Anlagen nicht mehr auf dem Wettkampf Niveau

Die wiederum drängt für die Vereine. „Kegler und Schützen sind in der Amperoase auf Anlagen untergebracht, die nicht mehr dem internationalen Wettkampfstandard entsprechen“, sagt Mack. Sportwart Holger Krüger von den TuS-Keglern und Sportleiter Jürgen Rotter von den Sportschützen bestätigten, dass sie mit ihren erfolgreichsten Mannschaften nur noch begrenzt oder gar nicht mehr aufsteigen dürften. 

Kapazitätsprobleme bei den Fußballvereinen

Den FC Aich und den TSV West plagen Kapazitätsprobleme. Vor allem der geplante Kunstrasen wird dringend benötigt, damit die Hauptplätze der beiden Vereine bei schlechter Witterung nicht durch Trainingseinheiten kaputt gemacht würden, sagen Achim Huber vom FC Aich und Anton Maletz vom TSV West. TuS-Präsident Helmut Becker beklagt eine Stagnation der Mitglieder wegen ausgefallener und fehlender Hallenzeiten. Derzeit sind die Abteilungen von Brucks größtem Verein in Schulturnhallen untergebracht. Dort aber hat der Schulbetrieb Vorrang, was immer wieder zum Ausfall von Sportstunden führe. 

Antrag für Zuschüsse wurde wieder zurückgezogen

Alleine 2016 seien deshalb 50-mal Belegungszeiten für den TuS ausgefallen. „Ich hatte erst jüngst wieder Austritte von Mitglieder, die darüber sauer waren“, sagt Becker. Einen von einigen Stadträten vorgeschlagenen Hallenstandort bei geplanten Schulneubau im Brucker Westen sehen Beirat und Vereinsvertreter kritisch. „Für die Schule existiert noch nicht einmal eine Planung“, sagt Mack. „Das würde uns zeitlich weiter ins Hintertreffen bringen.“ Für Becker ist außerdem fraglich, wer dann als Bauherr auftritt. Sollten dies nicht die Vereine sein, würde sich dies negativ auf die Zuschüsse vom Bayerischen Landessportverband (BLSV) auswirken. Der fördert den Bau nämlich nur, wenn die Vereine als Bauherren auftreten. Im Falle des TuS geht es dabei laut Becker um rund eine Million Euro. Auch die Fußballplätze werden mit rund 30 Prozent gefördert. Den Antrag dafür hat der TSV West beim BLSV bereits gestellt – und wurde nun von den Verzögerungen im Stadtrat ausgebremst. „Wir mussten den Antrag wieder zurückziehen“, sagt Maletz. 

Andreas Daschner

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