Nach tropischen Temperaturen, überflutete Straßen im Landkreis Fürstenfeldbruck 

"Land unter" 

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Überflutete Straßen, wie auf hier in der Kreisstadt auf der Schöngeisingerstraße machten den Autofahrern zu schaffen.

Fürstenfeldbruck/Landkreis - Die große Hitzewelle in diesem Jahr hat am Freitagabend, 14. August, in Fürstenfeldbruck und im Landkreis ein plötzliches Ende genommen. Starke Unwetter zogen am Abend über den Landkreis hinweg und bescherten Feuerwehr und Polizei stundenlange Einsätze. Neben der Kreisstadt traf es Grafrath, Esting und Gernlinden am schlimmsten.

Teilweise hieß es in vielen Straßen der Kreisstadt „Land unter“. Vor allem überflutete Straßen machten den Autofahrern zu schaffen. Durch den heftigen Sturm, der dem starken Regen vorausging, wurden die welken Blätter von den Bäumen gewirbelt und verstopften die Gullys. „In dem Ausmaß hatten wir das noch nie“, kann Brucks Feuerwehr-Kommandant Michael Ott jedenfalls nicht erinnern. Der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr, Andreas Lohde, hatte dafür eine Erklärung. „Aufgrund der langen Hitzeperiode war die Erde so ausgetrocknet, dass sie die riesigen Wassermassen gar nicht so schnell aufnehmen konnte.“ Deshalb sei das viele Regenwasser von den Böschungen auf die Straßen geflossen. In seinem Wohnort Puch hielt gar ein alter, völlig ausgetrockneter Baum dem Gewitter-Sturm nicht mehr stand.

Im Olchinger Stadtteil Neu-Esting fiel gar der Strom in einer Straße für eine Weile aus, weil am Amperweg einige Baumstämme die Stromleitung heruntergerissen hatten. In der Ringstraße rückte die Feuerwehr gar mit fünf Fahrzeugen und 25 Mann an, weil an einem zurzeit renovierten achtstöckigen Haus Teile des Gerüstes herunter kamen. Sicherheitshalber wurden die oberen Gerüstetagen abgebaut. Daneben pumpte die Estinger Feuerwehr die Bahnunterführung an der S-Bahnstation in Neu-Esting sowie etliche Keller leer.

In Gernlinden stand eine Tiefgarage unter Wasser, in der rund 40 Autos parkten. Mit Pumpen rückten die Einsatzkräfte an und verhinderten so, dass die Autos beschädigt wurden. In zwei Stunden gingen knapp 30 Meldungen bei der Grafrather Feuerwehr ein. Auch hier mussten neben etlichen vollgelaufenen Kellern einige Straßen und Unterführungen, die kniehoch unter Wasser standen „entwässert“ werden. 

Dieter Metzler

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