Soll in den Gremien besprochen werden

Wellness-Oase am Stürzer Weiher  in Olching im Gespräch

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Der Stürzer Weiher bei Geiselbullach ist im Gespräch für ein 36.000 Quadratmeter großes „Vabali Spa Olching“

Auf der Liege ein Buch lesen, die Ruhe genießen oder einfach entspannen – und das nur wenige Minuten von der Haustüre entfernt. Die Stadt Olching plant am Stürzer Weiher eine Wellnessanlage für gestresste Bürger zu errichten. Der zukünftige Betreiber „Vabalia Spa“ mit Sitz in Köln, stellte dazu im Olchinger Rathaus sein Konzept vor einzelnen Stadträten und der Vorsitzenden des Gewerbeverbandes vor.

Olching - Schon seit mehreren Jahren ist die Stadt Olching auf der Suche nach einer Verwendung, der durch das Müllkraftwerk entstehenden regenerativen Fernwärme. Während vor zehn Jahren der Vorschlag eines Bewerbers, der eine Therme damit betreiben wollte, aufgrund des hohen finanziellen Risikos nicht zu stemmen war, wie Bürgermeister Andreas Magg mitteilte, sehe es heute schon anders aus. Bereits im Juli 2017 haben die beiden Kölner Stephan und Fritz Theune bei der Stadt angefragt, ob ein „Vabali Spa Olching“ in der Umgebung möglich wäre. Nachdem bereits weiterführende Gespräche mit der Stadt und dem Eigentümer des Grundstücks am Stürzer Weiher statt gefunden hätten, wurde nun das Konzept vorgestellt. Stephan Theune und sein Neffe betreiben mit ihren rund 700 Angestellten bisher Spas in Berlin, Düsseldorf sowie ab 2021 auch in Hamburg – und möglicherweise auch in Olching. 

Im Stile eines balinesischen Dorfes

„Wir haben uns auf Wellness, Sauna und Massagen spezialisiert“, erklärt der Geschäftsführer Stephan Theune im Rathaus. Zwar hatten sie mit einem kleinen Spaßbad angefangen, seien davon jedoch längst weg gekommen. „Das wird kein klassisches Spaßbad mit Therme oder Rutschenparadies“, erklärt Theune. Das Spa orientiere sich viel mehr an dem Ambiente eines Vier-Sterne-Hotels, weshalb Kinder zwar nicht verboten, aber zumindest nicht die Zielgruppe seien, weshalb es auch keine Ermäßigungen geben werde. So soll die geplante Wellness-Oase Olching unter anderem durch ihre imposante Architektur im Stil eines balinesischen Dorfes bestechen. „Man fühlt sich wohl, ohne in den Urlaub fahren zu müssen“, sagt Theune. 

So soll die Anlage aussehen

Die rund 36.000 Quadratmeter große Anlage am Stürzer Weiher soll bis zu zwölf Saunen Platz bieten. „Die Flä- che ist als Gewerbegebiet ausgeschrieben“, sagt Magg. Daneben stehen den Besuchern rund 6.000 Quadratmeter begrünte Freiflächen sowie 300 Parkplätze zur Verfügung. „Die Außenflächen sind uns wichtig, da wir ein großes Angebot im Sommer und Winter haben“, sagt Theune. Das Spa wird zwischen 10 und 24 Uhr geöffnet haben, wobei der Eintritt zwischen 19 und 39 Euro kosten soll. „Wir rechnen mit 500 Besuchern pro Tag“, sagt Theune, was ein Zehntel der Besucher der Therme Erding ausmache. „Es wäre ein Mehrwert, wenn wir eine solche Anlage realisieren könnten“, wirbt Bürgermeister Magg. Für den Bau der Anlage plant Stephan Theune rund eineinhalb Jahre ein und rechnet mit einem Investitionsvolumen von rund 40 Millionen Euro. Zudem würden Arbeitsplätze für rund 200 Personen geschaffen. 

Anwesenden Stadträte scheinen sich einig zu sein

Die anwesenden Stadträte sowie die Vorsitzende des Gewerbeverbandes als auch der Wirtschaftsreferent Marcel Gemmeke blicken dem Vorhaben sehr positiv gegenüber. „Wir könnten 200 neue Arbeitsplätze ansiedeln“, ist Gemmeke überzeugt. Das Projekt soll laut Bürgermeister Magg schnellstmöglich in den zuständigen Gremien bearbeitet werden, damit weitere Planungen folgen können. 

Hamann

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