VdK-Kreisverband wurde vor 70 Jahren gegründet

Sozialverband feiert Jubiläum

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Feierten gemeinsam den 70. Geburtstag des VdK-Kreisverbandes (von links): Brucks OB Erich Raff, Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrat Thomas Karmasin, der VdK-Kreisvorsitzende Roland Müller, der Landtagsabgeordnete Herbert Kränzlein, der stellvertretende VdK-Landesvorsitzende Achim Werner, VdK-Kreisgeschäftsführer Felix Hechtel und der Bundestagsabgeordnete Michael Schrodin

Fürstenfeldbruck – Seit 70 Jahren kümmert sich der VdK-Kreisverband um die sozialen Belange der Bürger im Landkreis. Das Jubiläum des Sozialverbandes wurde nun bei einem Festakt im Landratsamt mit rund 50 Gästen gefeiert.

Für Achim Werner, den stellvertretenden VdK-Landesvorsitzenden, konnte das Datum für die Feier kaum besser gewählt sein. „Genau heute wurden in Berlin mehrere Forderungen des VdK auf den Weg gebracht“, sagte er. Darunter zum Beispiel Verbesserungen bei der Erwerbsminderungs- und der Mütterrente sowie bei der Pflegeversicherung. Nicht nur wegen der jüngsten Errungenschaften sagte Werner: „Der VdK hat eine grandiose Erfolgsgeschichte hingelegt.“ 

Ansprechpartner für Menschen in Not

Gegründet am 17. April 1948 wurde der Kreisverband in den Nachwehen des Krieges, um sich um die Sorgen und Nöte der Kriegsversehrten zu kümmern. Dies gehe heute noch aus dem K im Namen des Verbandes hervor, wie Landrat Thomas Karmasin erwähnte. Die Abkürzung VdK steht nämlich für „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“. Es sei eine wichtige und notwendige Entscheidung gewesen, einen Ansprechpartner für Menschen in Not zu gründen“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Wie nötig der Sozialverband gebraucht wurde und wird, geht aus der Mitgliederentwicklung hervor. Schon 1955 zählte der VdK 3.300 Mitglieder. 

5.600 Beratungen, 70 Klagen und 400 Widersprüche

Heute sind es 8.500, und der Zustrom ist ungebrochen, wie Werner sagte: „Anderen laufen die Mitglieder davon, auf uns stürmen sie zu.“ Das bedeutet freilich auch eine Menge Arbeit für den VdK, wobei sich die Aufgaben seit Kriegsende gewandelt haben.5.600 Beratungen zu Sozialangelegenheiten führt der Verband jährlich durch, 70 Klagen vor dem Sozialgericht werden ausgefochten. Dazu kommen rund 400 Widersprü- che gegen Bescheide von diversen Behörden. Aber auch in der Sozial- und Kommunalpolitik hat der VdK viele Verbesserungen erreicht. „Es war ein langer und oft harter Weg zum 70. Geburtstag, aber auch ein Weg mit vielen Erfolgen“, sagte der Kreisvorsitzende Roland Müller. Dabei erwies sich der Verband oft als Visionär. 

Mahner für die sozialen Probleme

So habe der VdK bereits 1981 die oft fehlende Barrierefreiheit im öffentlichen Raum angemahnt – lange bevor dieses Thema heute in aller Munde ist, wie Kreisgeschäftsführer Felix Hechtel berichtete. Werner ging sogar noch ein Stück weiter in die Vergangenheit zurück. Bereits in den 70er-Jahren habe der VdK-Mitgründer und langjährige bayerische Landesvorsitzende und Präsident Karl Weishäupl auf die Notwendigkeit einer Pflegeversicherung hingewiesen. „Heute haben wir sie“, sagte Werner. Heute geht es Deutschland besser als jemals zuvor, betonte Landrat Karmasin – „leider aber nur im Durchschnitt“. Nicht jeder sei sozial bestens gestellt. „Deshalb ist der VdK immer noch notwendig, vielleicht sogar nötiger denn je“, sagte der Chef der Kreisbehörde. Werner versprach: „So lange es Kinderund Altersarmut gibt, ist der VdK zur Stelle.“ Den Verband werde es weiter geben – als Mahner für die sozialen Rechte der Menschen.

Andreas Daschner

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