Heute schon für morgen vernetzt

Veranstaltung »Perspektive P« bringt Schule und Wirtschaft zusammen

Alexander Wersching und Simon Walter stellten auf der Mikromesse ihre selbstgebaute zentrale Rechnereinheit vor.
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Alexander Wersching und Simon Walter (beide 15) stellten auf der Mikromesse ihre selbstgebaute zentrale Rechnereinheit vor – die beiden wollen damit an Jugend forscht teilnehmen.
  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
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Puchheim – Wie geht es nach der Schule weiter? Diese Frage stellt sich vielen jungen Menschen nach der Schullaufbahn. Perspektiven können Netzwerke aufzeigen, die bereits zu Schulzeiten mit der Wirtschaft aufgebaut werden. Die Wirtschaftsveranstaltung „Perspektive P“ der Stadt Puchheim bot eine Plattform für eine solche Vernetzung.

Die Veranstaltung im PUC fand erstmals hybrid statt: Rund 50 Menschen waren vor Ort, weitere konnten das Geschehen im Internet verfolgen. Die bekamen – moderiert von Bürgermeister Norbert Seidl sowie Sonja Weinbuch von der Wirtschaftsförderung der Stadt – Beispiele aufgezeigt, wie die Vernetzung von Schule und Wirtschaft funktionieren kann.

Peschel zum Beispiel war ein gerade einmal 15-jähriger Gymnasiast, als er 2014 gemeinsam mit einem Freund die Digitalagentur pheenetz gründete. Inzwischen entwickelt er in zwei Büros mit sieben Mitarbeitern individuelle Software-Anwendungen, Social-Media-Lösungen, Websites und Online-Shops. Oder Ben Dix Gugisch hatte im Rahmen eines P-Seminars am Feodor-Lynen-Gymnasium in Planegg zusammen mit 16 Mitschülern eine Schülerfirma gegründet, die Desinfektionsmittelspender herstellt und vertreibt.

Jürgen Biffar, Gründer der Firma DocuWare in Germering, ist indessen eine Art umgekehrten Weg gegangen: aus der Wirtschaft zurück zur Schule. Freilich drückt Biffar nicht mehr die Schulbank. Nach dem Verkauf seines Unternehmens ist er aber inzwischen Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildung und Wirtschaft sowie Vorsitzender des Germeringer Arbeitskreises Schule & Wirtschaft. Die Zielen des Arbeitskreises: Förderung der gegenseitigen Wertschätzung und Zusammenführung von Schule und Wirtschaft.

Dass an den Schulen viele innovative Ideen entstehen, zeigte Jonathan Loth. Der Siebtklässler am Gymnasium Puchheim hat den Wettbewerb „Jugend forscht“ mit einer Abschussrampe für Papierflieger gewonnen. Die hat einen wissenschaftlichen Hintergrund: Mit dem Gerät analysierte Loth die Flugbahn von Papierfliegern und konnte so ermitteln, welche Faltung am weitesten fliegt: „Zu meiner Überraschung war es einer mit nach oben gefalteten Flügelenden“, berichtete der Siebtklässler.

Selbst gebaute zentrale Rechnereinheit (CPU)

Schule und Wirtschaft konnten sich auch bei einer Mikromesse am Rande der Veranstaltung vernetzen. Eine Jobbörse gab es ebenso, wie Schüler, die ihre Projekte vorstellten. So auch Alexander Wersching und Simon Walter (beide 15). Die Schüler am Gymnasium Puchheim wollen wie Loth an „Jugend forscht“ teilnehmen. Ihr Projekt: Eine selbst gebaute zentrale Rechnereinheit (CPU). Ihr Ziel ist die Teilnahme an „Jugend forscht“ im kommenden Jahr. „Wenn wir bis dahin fertig sind“, berichten die beiden Schüler.

Man muss aber nicht mit solchen Ideen aufwarten, um Karriere zu machen. So berichtete Biffar, er sei ein mittelmäßiger Schüler und Student mit ebenso mittelmäßigen Abschlüssen gewesen. Dennoch schaffte er es, mit der Firma DocuWare ein Softwareentwicklungs-Unternehmen aufzubauen, das mittlerweile mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigt.

Sein Ratschlag an die jungen Menschen: „Ich habe immer alles durchgezogen.“ Man müsse kein Supertalent sein, aber Durchhaltevermögen brauche man schon, sagte der erfolgreiche Geschäftsmann. „Für den Erfolg als Unternehmer gibt es kein Rezept, jeder muss seinen eigenen Weg finden“, sagte er. Als wichtig hätten sich auf seinem Karriereweg aber folgende Werte erwiesen: Ambition, Anstand und Verlässlichkeit.

Daschner

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