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Verein Frauen helfen Frauen startet zwei neue Projekte

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Martina Nitsch (links) und Anna Lehrmann unterstützten ab sofort das Team vom Verein. © priv.

Startschuss für zwei neue Projekte: Mit Förderung der Aktion Mensch baut der Verein „Frauen helfen Frauen FFB“ eine Stelle zur Beratung und Begleitung behinderter Frauen auf sowie eine weitere Stelle zum Neubau des Frauenhauses.

Fürstenfeldbruck – Die Förderung läuft zunächst für drei Jahre. Am 1. März haben Anna Lehrmann und Martina Nitsch ihre Arbeit aufgenommen. Martina Nitsch wird als Projektleitung für das neue Frauenhaus den Neubau und die Neukonzeptionierung koordinieren. Als Sozialpädagogin und systemische Familientherapeutin war sie langjährig beim Frauennotruf München beschäftigt, hat das Frauenhaus Dachau mit aufgebaut und dort elf Jahre die Leitung übernommen.

Beratung einer neuen Zielgruppe

Anna Lehrmann ist mit der inhaltlich-konzeptionellen und räumlichen Vorarbeit für das neue inklusive Beratungsangebot im Frauennotruf und im neuen Frauenhaus für Frauen mit Behinderung oder Beeinträchtigung oder anderen besonderen Bedürfnissen betraut. Außerdem gehört künftig die Beratung dieser neuen Zielgruppe zu ihren Tätigkeitsschwerpunkten. Der Schwerpunkt in ihrem Studium der Sozialen Arbeit lag auf dem Gesundheitswesen. Sie engagiert sich zudem ehrenamtlich in der Behindertenarbeit und ist seit 2018 in einem ambulant betreuten Wohnprojekt für Menschen mit geistiger Behinderung beschäftigt.

Frauen mit Behinderung durchschnittlich doppelt so häufig betroffen

Die neuen Stellen sind dringend notwendig, da Frauen mit Behinderung im Durchschnitt doppelt so häufig von Gewalt betroffen sind, wie der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt. Vorstandsfrau Barbara Kistler kommentiert: „Mit beiden Projekten geht der Verein wichtige Schritte in Richtung Inklusion. Wir werden künftig eine große Gruppe von Frauen unterstützen können, die wir bislang nur wenig ereicht haben: Das jetzige Frauenhaus ist nicht barrierefrei und das Angebot des Frauennotrufs ist wenig bekannt unter Frauen mit Behinderung und in deren Hilfesystem.“

30 Prozent der Kosten trägt der Verein

Die Stellen werden für einen Zeitraum von drei Jahren von der Aktion Mensch gefördert. 30 Prozent der Kosten muss der Verein jedoch selbst tragen. Für die Verwirklichung der Projekte sind Frauenhaus und –notruf daher auf Spender und Sponsor angewiesen: www.fhf-ffb.de/

spenden.

red

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