36 Vereine bei der Ehrung von verdienten Vereinsfunktionären des Bayerischen Landessportverbandes in Mammendorf

Foto: Der BLSV-Kreisvorsitzende Eckhard Schafferus (li.) und sein Stellvertreter Dr. Volker Black (re.) freuten sich, mit Prof. Dr. Peter Kapustin einen namhaften Referenten für den Ehrenabend gewinnen zu können. Foto: Dieter Metzler

36 von 130 Vereinen aus dem Landkreis waren dem Aufruf des Kreisvorsitzendes des Bayerischen Landessportverbandes, Eckhard Schafferus aus Puchheim, gefolgt und hatten 132 verdiente Vereinsmitglieder für eine Ehrung durch den Verband vorgeschlagen. „Für das erste Mal schon ganz gut“, zeigte sich Schafferus mit der Resonanz zufrieden. Nachdem der Landkreis die Sportlerehrungen aus finanziellen Zwängen eingestellt hat, sprang nun der BLSV in die Bresche. „Wir wollen aber diese Ehrungen nicht kopieren“, sagte Schafferus. Während durch die Kommunen und den Landkreis in erster Linie Sportler mit herausragenden Leistungen und verdiente Funktionäre geehrt werden, richtet sich die BLSV-Ehrung hauptsächlich an die „guten Geister“, die jeder im Verein hat und die eigentlich den Verein tragen, auch wenn sie nicht in der großen Verantwortung wie beispielsweise die Vorstände stehen, erläuterte Schafferus die Idee.

Die 132 Geehrten und ihre Verdienste aufzuzählen, meinte Schafferus, „da würden wir noch um Mitternacht hier sitzen.“ So erhielt jeder eingeladene und für eine Ehrung vorgesehene Gast bei Betreten des Saals im Mammendorfer Bürgerzentrum eine Namensliste, die ihn zumindest darüber informierte, wer und von welchem Verein er für was geehrt wurde. Allerdings herrschte unter den Geehrten geteilte Meinung über diese Art und Weise der Ehrung. Zeigten sich viele enttäuscht darüber, dass es keine Anstecknadel und Urkunde gab, und nicht einmal eine namentliche öffentliche Erwähnung mit Bühnenauftritt erfolgte, so meinten andere wiederum, darauf könne man getrost verzichten, verschwinde beides doch in der Regel auf Nimmerwiedersehen in irgendeiner Schublade. Nach einem gemeinsamen Essen und zwei freien Getränken auf Kosten des BLSV erhob sich die erste Vorsitzende des Eis- und Rollsportclubs Fürstenfeldbruck (ERCF), Birgit Grewe, zur Sprecherin der anwesenden Vereine und dankte dennoch dem Kreisvorsitzenden für die Veranstaltung. „Im Namen aller anwesenden Vereine möchte ich mich für die Ehrungen durch den BLSV recht herzlich bedanken. Ich hoffe, dieser Abend wird zu einer ständigen Einrichtung.“ Bevor der ehemalige Präsident des BLSV, Peter Kapustin, der sich bekanntlich im Jahre 2004, nachdem die öffentliche Kritik auf ihn wegen angeblicher undurchsichtiger Abrechnungspraxis zu groß wurde, nicht mehr zur Wiederwahl stellte, über „Ein Leben mit dem Sport und für Menschen im Sport“ referierte, appellierte der stellvertretende BLSV-Kreisvorsitzende Volker Black aus Germering an die ältere Generation, sich auch weiterhin in den Dienst eines Vereins zu stellen. „Ein Viertel der Bundesbürger engagiert sich in 550.000 Vereinen in Deutschland“, so Black. Dass seien aber noch zu wenig. Müsste der Staat die Aufgabe leisten, müsste er bei einem Mindestlohn von 7,50 Euro ca. 35 Milliarden Euro aufbringen, rechnete Black vor. Das wären zwei Prozent des bundesdeutschen Volkseinkommens. Darum rief er den anwesenden Vereinsfunktionären zu: „Bleiben sie dem Sport treu. Sie sind es, die die Vereine am Leben halten.“

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