Verkehrsausschuss: Wohin mit der B2?

Verlegung der B2 über Landsberger Straße abelehnt

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Ein alltägliches Bild: Stau auf der Amperbrücke. Dies möchte man mit der Verlegung der B2 vermeiden. 

Der Verkehrsausschuss lehnt eine Verlegung der B2 über die Landsberger Straße kategorisch ab

Fürstenfeldbruck – Die Stadt bemüht sich weiterhin um eine Verlegung der B2 aus dem Innenstadtbereich. Der Verkehrsausschuss beschloss mehrheitlich, an der Forderung nach einer formalen Verlegung der Bundesstraße auf die Autobahn festzuhalten. Als Alternative wird auch noch die westliche Umfahrung des Stadtzentrums über die Äußere Schöngeisinger Straße verfolgt. Die von der Regierung von Oberbayern vorgeschlagene Trasse über die Landsberger Straße wurde dagegen einstimmig abgelehnt.

Ziel ist Herabstuftung der B2

Das Thema bewegt Bürger und Lokalpolitik seit Jahren gleichermaßen: Wie bekommt man den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt heraus? In der Vergangenheit wurden unterschiedlichste Varianten vorgestellt und wieder verworfen oder aber über ein Ratsbegehren abgelehnt, wie 2009 bei der Deichenstegtrasse geschehen. Erklärtes Ziel der Stadt ist eine Herabstufung der durch das Zentrum führenden Bundesstraße. Nur so ließe sich wohl auch ein Neubau der Amperbrücke durch das Straßenbauamt Freising vermeiden, denn dies würde bedeuten, dass neben dem Durchgangsverkehr wieder ungehindert Schwerlastverkehr über die Brücke fahren dürfte. 

Vorschlag der Regierung eine "abenteuerliche Trassenführung"

Der Verkehrsausschuss befasste sich auf seiner jüngsten Sitzung nun abermals mit dem Thema. Zur Diskussion standen drei Varianten. Einer von der Regierung von Oberbayern vorgeschlagenen Verlegung der B2 über die Fürstenfelder-, Innere Schöngeisinger- und die bereits stark befahrene Landsberger Straße erteilte der Ausschuss fraktionsübergreifend eine klare Absage. SPD-Fraktionschef Philipp Heimerl bezeichnete dies als „eine völlig absurde Planung“. Auch Zweiter Bürgermeister Christian Götz (BBV) hält diesen Vorschlag für „eine abenteuerliche Trassenführung“ und wundert sich, „warum die Regierung plötzlich einen Vorschlag macht – wenn auch einen schlechten. Die wollen die Amperbrücke loswerden“, mutmaßt Götz und plädiert dafür, als Alternative die Route über die Oskar-von-Miller- und Äußere Schöngeisinger Straße zur B471 ins Spiel zu bringen, denn „wenn wir nicht reagieren und nur ablehnen wird nichts passieren. Irgendwann ist die Brücke so marode, dass eine Neue gebaut wird.“ „Die bloße Verlagerung von Verkehr bringt insgesamt keine Entlastung“, lehnt CSU-Fraktionssprecher Andreas Lohde diese Variante ab. Gleichwohl beschloss die Ausschussmehrheit von SPD, BBV und Grüne diese Variante weiterzuverfolgen. Sobald die Zahlen des Verkehrsentwicklungsplans vorliegen, wolle man sich erneut damit befassen. 

Formale Verlegung auf Autobahnen

Einer formalen Verlegung der B2 auf die Autobahnen A99 und A8 wird nach Ansicht der CSU wenig Chancen eingeräumt, dies habe das Straßenbauamt bereits zu erkennen gegeben. Gabriele Fröhlich (SPD) merkte jedoch an, dass die B2 zwischen Starnberg und München sehr wohl durch die Bundesautobahnen A95 und A952 ersetzt wird. „Warum geht das bei uns nicht?“ Dies soll nun die Verwaltung mit dem Straßenbauamt klären. Gegen die Stimmen von CSU und Freie Wähler wurde auch dieser Antrag aufrecht erhalten, „da man sich sonst einer weiteren Option berauben würde“, wie Heimerl anmerkte.

Peter Fischer

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