Dauerthema Bahnhofsplatz

Verkehrsforum will Durchgangsverkehr aussperren

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Verkehrsforum fordert den Bahnhofsplatz für den Durchgangsverkehr zu sperren.

Die Verkehrssituation am Brucker Bahnhofsplatz beschäftigt seit geraumer Zeit die Lokalpolitik. Eine neue Regelung zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs am S-Bahnhof wurde im Verkehrsausschuss bereits mehrmals diskutiert – ohne jedoch eine einvernehmliche Lösung zu finden. Nun hat das Verkehrsforum FFB der Stadtverwaltung einen eigenen Vorschlag präsentiert.

Fürstenfeldbruck - Das Problem ist hinlänglich bekannt: Vor allem im Berufsverkehr nutzen viele Autofahrer die Bahnhofstraße als Abkürzung, um Rückstaus auf der Oskar-von-Miller- beziehungsweise der Münchner Straße zu umfahren – mit weitreichenden Folgen. Zum einen stellt das erhöhte Verkehrsaufkommen ein beträchtliches Gefährdungspotential im Bereich des Bahnhofareals für Fußgänger, Radfahrer und ÖPVN-Benutzer dar, zum anderen behindert es den Linienverkehr und führt zu erheblichen Verspätungen, da sich die Busse an den Ampelanlagen zur Münchner- und zur Oskar-von-Miller-Straße hinter den Pkw anstellen müssen.

Einbahnstraßen-Regelung fand keine Mehrheit

Zur Entschärfung der Situation schlug die Verwaltung vor, die Durchfahrt Richtung Münchner Straße für den öffentlichen Verkehr zu sperren und nur noch für Busse, Taxen, Menschen mit Behinderung und Radfahrern zu erlauben. Der Bring- und Holverkehr sollte von Westen her kommend nur noch bis zu den Parkbuchten etwa auf Höhe des Friseurs fahren dürfen. Dann müsste wieder gewendet und in Richtung Oskar-von-Miller-Straße rausgefahren werden. Eine solche „Einbahnstraßen-Regelung“ fand im Verkehrsausschuss jedoch keine Mehrheit.

Durchfahrverbot und Wendeschleifen

Die nun vom Verkehrsforum FFB vorgeschlagene Lösung geht einen Schritt weiter und sieht für den Bahnhofsplatz ein komplettes Durchfahrverbot für Pkw und Lkw vor. Zwar bleibt der Bahnhof für den Individualverkehr beidseitig zugänglich, die Bahnhofstraße soll aber sowohl vom Westen als auch vom Osten her kommend als Sackgasse enden, so dass über Wendeschleifen wieder umgekehrt werden muss. Neue Zebrastreifen, eine neue Mittelinsel und Fahrbahnmarkierungen sollen zusätzlich für mehr Sicherheit sorgen.

Gefährdete Schüler

So soll der Bahnhofsplatz nach den Plänen des Verkehrsforums Fürstenfeldbruck aussehen.

Auch das Gelände des Busbahnhofs sehen die Macher des Verkehrsforums als Gefährdungsbereich an. Insbesondere der Weg vom Bahnhof zur Fußgängerbrücke über die Münchner Straße, gleichzeitig „Schulweg für einen Strom von Schülern in Richtung Schulzentrum Tulpenfeld“, wie Thomas Brückner, Sprecher des Verkehrsforums, in einer Pressemeldung schreibt, müsse neu gestaltet werden. Die Fußgänger „bewegen sich ungesichert auf der Fahrbahn und überqueren am östlichen Ende die Bahnhofstraße“, um auf dem nördlichen Gehweg weiter Richtung Schulzentrum zu gelangen. Dieser sei mit 1,50 Meter Breite viel zu schmal. „Die bergauf fahrenden Busse fahren haarscharf an den Schülergruppen auf dem Gehweg vorbei.“ Die Planung sieht deshalb im verkehrsberuhigten Bereich auf der Südseite des Busbahnhofes (befahrbar nur für Busse und Anlieger) einen neuen Gehweg mit mindestens zwei bis 2,50 Meter Breite vor. 

Vorerst wird jedoch alles beim Alten bleiben, denn Laut Thomas Brückner, Sprecher des Verkehrsforums, wird sich die Verwaltung erst im Mai nächsten Jahres mit dem Thema befassen.

Peter Fischer

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