Erhöhte Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer notwendig

Verkehrskontrollen zum Schuljahresbeginn

Für Schulanfänger ist die Teilnahme am Straßenverkehr unbekanntes Terrain.
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Für Schulanfänger ist die Teilnahme am Straßenverkehr unbekanntes Terrain.

Landkreis Fürstenfeldbruck – In Bayern beginnt am Dienstag, 14. September, ein neues Schuljahr. Nicht nur im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord erwartet viele Schulanfänger ein neuer und aufregender Lebensabschnitt. Es gilt, viele neue Herausforderungen wie den Weg zur Schule zu meistern.

Dabei sind alle Verkehrsteilnehmer aufgefordert, sich besonders vorsichtig und achtsam zu verhalten. Die Polizei wird deshalb auch dieses Jahr wieder insbesondere im Schulumfeld verstärkte Verkehrskontrollen durchführen.

Gurt- und Kindersicherungspflicht

Der Anteil der nicht gesicherten Pkw-Insassen an den Verkehrstoten ist weiterhin hoch. Jeder fünfte tödlich verunglückte Pkw-Insasse war 2020 nicht angeschnallt.

Im vergangenen Jahr kamen bayernweit 200 Menschen in Pkw ums Leben. Davon hatten 44 Personen den erforderlichen Sicherheitsgurt nicht angelegt. Zudem kam ein Kind ums Leben, das als Mitfahrer in einem Pkw nicht ordnungsgemäß gesichert war. Bis Ende Mai waren erneut nachweislich 16 tödlich verunglückte Personen nicht angegurtet.

Die Dienststellen im Zuständigkeitsbereich des PP Oberbayern Nord werden zum Start des neuen Schuljahrs in der Zeit vom 14. bis 17. September ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht legen. Schwerpunktmäßig finden diese Kontrollen im unmittelbaren Bereich von Schulen, Kindergärten und stark frequentierten Schulwegen zu den relevanten Zeiten statt.

Weiterhin werden ganz allgemein im Rahmen der Aktion „Sicher zur Schule, Sicher nach Hause“ bis einschließlich 1. Oktober die Schulwege verstärkt polizeilich überwacht.

Schulwegunfälle

Im abgelaufenen Schuljahr 2020/2021 war im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mit 62 Schulwegunfällen ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2019/2020 um 24 Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der verletzten Schüler stieg von 51 auf 69. Glücklicherweise wurde im vergangenen Schuljahr zum sechsten Mal in Folge wieder kein Schüler tödlich verletzt. Wo eine Verkehrsregelung durch Polizei oder Schulweghelfer stattfand, war erneut kein Unfall zu verzeichnen. Letzteres zeigt einmal mehr, wie wichtig der Einsatz von Schulwegdiensten ist.

Etwa die Hälfte aller Schulwegunfälle wurde, wie in den vergangenen Jahren, von den Schülern selbst verursacht. Die meisten Schulwegunfälle ereigneten sich auf der Fahrbahn (34), gefolgt von Radwegen (14) und Gehwegen (10). Die meisten Schulwegunfälle (45, dies entspricht 73 Prozent) wurden zu Schulbeginn und –ende, also zwischen 7 und 8 Uhr sowie 13 und 14 Uhr verursacht. Kinder zwischen zehn und 13 Jahren bildeten die größte Altersgruppe der Unfallverletzten. Bei Schulwegunfällen war die Beteiligungsart der Radfahrenden (44) am häufigsten betroffen, erst dann folgten die Fußgänger (14).

Natürlich ist jedes verletzte Schulkind eines zu viel. Doch gibt es trotz des nun wieder erfolgten Anstieges der Verkehrsunfälle auf Schulwegen keinen Grund zur Sorge. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mussten in den Jahren vor Beginn der Corona-Pandemie mit leichten Schwankungen immer zwischen 80 und 106 Schulwegunfälle aufgenommen werden. Die Zahl der dabei verletzten Kinder hängt von Art und Ausmaß der Unfälle ab und ist regelmäßig leicht höher als die Unfallzahlen selbst.

Eltern sollen mit gutem Beispiel vorangehen

Für die Schulanfänger ist die Teilnahme am Straßenverkehr unbekanntes Terrain. Sie können auftretende Gefahren nur schlecht einschätzen und sind deshalb besonders gefährdet. Die Polizei ruft Eltern dazu auf, ihre Kinder gut auf den Schulweg vorzubereiten und selbst immer mit gutem Beispiel voranzugehen – Erwachsene sind Vorbilder. Alle Verkehrsteilnehmer sind gemeinsam gefordert, mit entsprechend erhöhter Aufmerksamkeit vorausschauend zu fahren.

pi

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