Seit August 2015 vermisster Terrier-Mischling soll sich in Bruck aufhalten

Wer hat Chucky gesehen?

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in Foto des vermissten Terrier-Mischlings „Chucky“.

Dachau/Fürstenfeldbruck – Ein ungewöhnliches “Hundedrama” geht gerade im Raum Fürstenfeldbruck allen Tierfreunden zu Herzen. Für die beiden Besitzerinnen des Terrier-Mischlings Chucky, Stefanie Miehr und Tatjana Oswald, aus Dachau ist die Welt seit 31. August letzten Jahres nicht mehr in Ordnung.

Sie hatten eine Bekannte gebeten, auf das damals 8 Monate alte Hundchen auf zu passen. Die Hundesitterin nahm ihn damals mit in ihren Schrebergarten bei Karlsfeld und ließ ihn frei laufen. Dort war alles in bester Ordnung, bis plötzlich ein menschlicher Aufschrei und Hundegejaule zu vernehmen war. Was war geschehen? Chucky war von einer Radlerin erfasst worden, die zu Boden gestürzt ist und sich leicht verletzt hatte. Stefanie Miehr: “Chucky ist von Haus ein scheues Tier und der Tumult rund um die verletzte Radlerin haben ihn sicherlich zusätzlich verunsichert”.

Seit mehr als 5 Monaten suchen Stefanie Miehr (links) und Tatjana Oswald nach ihrem mittlerweile 1 Jahr alten Hund “Chucky”.

Seit dieser Zeit irrt der verstörte Hund umher. Die Besitzerinnen haben zwar mit Plakaten und Flugblättern nach ihm gesucht. Es gab auch immer wieder Hinweise aus der Bevölkerung, wo sich der hellbraune bzw. hellbeige Terrier-Mischling aufhält. In den jeweiligen Hinweisorten wie Dachau, Karlsfeld, Allach und Lochhausen wurde dann weiter geforscht, u.a. mit den Suchhunden von K 9 (eine bundesweit aktiven Hundesuchorganisation), die immer wieder angeschlagen haben, wenn es galt, entsprechende Sichtungen zu überprüfen. Aber alles blieb ohne Erfolg. Nach einer Suchanzeige im Fürstenfeldbrucker Raum kamen dann vor einigen Wochen die ersten Hinweise, dass sich Chucky in Bruck aufhalten könnte. Ein Hund, auf den die Beschreibung von Chucky passt, wurde mehrmals in einer Wohnlage gesehen, wie er auf einer Terrasse Katzenfutter gefressen hat. Einen ganzen Tag hat er sich wohl auch in der Nähe des Fliegerhorstes aufgehalten. Sobald man sich ihm aber nähert, sucht er das Weite. Das Problem ist im Moment also, wie kann man dieses scheue Tier wieder einfangen?

Die Vorsitzende der Tierfreunde Brucker Land, Heidi Minderlein, empfiehlt in diesem Fall die “sichere Lebendfalle”, in die der Hund mit Futter gelockt werden kann. Voraussetzung sei allerdings, dass er nur noch Futter in der Lebendfalle vorfindet. Um diese Vorgehensweise in die Tat umsetzen zu können, muss man zunächst die Gewohnheiten des Hundes beobachten. Spätestens wenn man weiß, das er da oder dort immer wieder vorbei kommt, habe man eine große Chance, das Tierchen ohne viel Unruhe einfangen zu können. Rund um eine regelmäßig besuchte Futteraufnahmestelle könnte dann nämlich eine entsprechende Lebendfalle aufgebaut werden und der Hunger würde Chucky da regelrecht hinein treiben. Tatjana Oswald appelliert an die Brucker Bevölkerung: “Gut wäre es, wenn er irgendwo Futter aufnimmt, ihn in Ruhe fressen zu lassen und nach Möglichkeit, weiter regelmäßig Futter nachzufüllen, damit er Vertrauen gewinnt. Es macht keinen Sinn, ihn anzusprechen oder ihn anzustarren bzw. zu versuchen, ihn einzufangen”.

Terrier-Mischling "Chucky"

Es geht also darum, sich unauffällig zu verhalten und ganz schnell die Besitzer unter Tel. 0176/28021163 oder 08190/937300 anzurufen oder eine Mail zu schicken: tatyoswald@gmx.de, sobald Chucky gesichtet wird. Nur die Besitzerinnen können über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Wichtig erscheint noch der Hinweis, dass die aktuelle Fellfarbe vom Foto abweichen könnte, zumal sich jahreszeitlich und auch durch den ständigen Aufenthalt im Freien eine andere Fellstruktur gebildet haben kann. Das Tier ist gechipt und kann jederzeit per Lesegerät idendifiziert werden, aber dazu muss man erst Mal in die dafür erforderliche Nähe des Tieres kommen.                                                         Georg Johannes Miller

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