EV FFB verpflichtete den 56jährigen Ungarn Tibor Miklos als Trainer - Ab heuer neugeschaffene zweigleisige Eishockey-Landesliga

Mit einem neuen Trainer startet der EV Fürstenfeldbruck im Oktober in die ab heuer neugeschaffene zweigleisige Eishockey-Landesliga. In der vergangenen Woche verpflichtete der Kreisstadt-Verein Tibor Miklos, der zuletzt den ERSC Ottobrunn trainierte. Trotz des Klassenerhalts in der Landesliga wurde der Kontrakt mit dem ehemaligen 70-fachen lettischen Nationalspieler Sergej Tchoudinov, der die Brucker seit Dezember 2006 trainierte, nicht mehr verlängert. Die Trennung im gegenseitigen Einvernehmen zeichnete sich bereits frühzeitig zum Ende der vergangenen Saison schon ab. Mit der Verpflichtung des 56-jährigen gebürtigen Ungarn Tibor Miklos gelang es dem Brucker Eishockeyverein, erneut einen hochkarätigen Fachmann an Land zu ziehen.

Der aus Siebenbürgen stammende Ungar absolvierte in seiner aktiven Zeit 250 Länderspiele für Rumänien und nahm an der A-Weltmeisterschaft 1976 in Innsbruck teil. Der mit seiner Familie in München lebende Trainer blickt auf eine ununterbrochene Karriere als Spieler und Trainer von insgesamt 48 Saisonen zurück. In Deutschland spielte er in Geretsried, wurde als Nachwuchstrainer mit Geretsried Deutscher Junioren-Vizemeister, spielte von 1985 bis 1987 bei Hedos München und neben Geretsried waren seine weiteren Trainerstationen München und Ottobrunn. Den ERSC Ottobrunn rettete Miklos in der Saison 2008/09 vor dem Abstieg. In der vergangenen Saison warf Miklos in Ottobrunn dann aber nach nur sechs Punktspielen von selbst das Handtuch. „Die Mannschaft zeigte keine Disziplin“, gab Miklos als Grund für seinen Ausstieg an. „Die wollten nur noch Gaudi und Saufen. Das war mit mir nicht zu machen. Ich wollte Erfolg.“ Durch seine jahrelange Tätigkeit in der Eishockeyszene in Oberbayern ist ihm auch der EVF gut bekannt. „Gegen Bruck habe ich in den 80ziger Jahren einige Male gespielt. Aktuell kenne ich natürlich auch einige Spieler wie Buchwieser oder Clermont. Abteilungsleiter Fuchs ist mir sehr sympathisch. Wir sind uns schnell einig geworden.“ Auch die Philosophie des Vereins kommt Miklos sehr entgegen. „Mein Ziel ist es, in erster Linie die Einheimischen und die eigene Jugend zu einer schlagkräftigen Mannschaft zu formen. Die Junioren müssen auch sehen, dass man ihnen eine Chance in der ersten Mannschaft gibt.“ Zum sportlichen Ziel meinte Miklos: Ich möchte das Beste aus der Mannschaft herausholen. Ich bin natürlich nicht größenwahnsinnig, aber oben möchte ich schon mitspielen.“

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