Gaggernder Freinachtscherz

Verrückter „Hühner-Fall“ geklärt

Eine große Anzahl Hühner tummelt sich auf einer umzäunten Einfahrt.
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Etwa 40 Hühner wurden während der „Freinacht“ auf einer Garagenauffahrt in Adelshofen ausgesetzt.

Adelshofen – Nicht schlecht gestaunt hat eine Familie in Adelshofen, als sie beim Frühstück am 1. Mai gegen 7 Uhr aus ihrem Fenster schaute. Auf der großen Garagenauffahrt gaggerten etwa 40 freilaufende Hühner. Diese dürften wohl in der sogenannten Freinacht auf den 1. Mai dort ausgesetzt worden sein.

Die unbekannten „Hühnerdiebe“ erstellten mit zwei Bauzaunelementen, die von einer naheliegenden Baustelle stammen, eine Barriere und versorgten die Hühner noch mit Futter.

„Die Umstände deuteten alle auf einen schlechten Freinachtscherz hin“, erklärt Polizeihauptkommissar Klaus Meissner.

Über einen Presseaufruf versuchte die eingeschaltete Polizei, den Besitzer des Federviehs zu ermitteln. Zudem wurden die größeren Hühnerhalter im Dorf und in der näheren Umgebung aus Jesenwang, Nassenhausen und Grunertshofen befragt. Doch die Tiere wurden weder vermisst noch gestohlen gemeldet und konnten keinen Hühnerhalter in der Umgebung zugeordnet werden.

Zwischenzeitlich wurden die Hühner provisorisch in einem Gehege unter einem großen Trampolin aufbewahrt.

„Am Abend des 2. Mai nahm der Vorfall dann doch noch eine positive Wendung. Die unfreiwilligen Hühnerbesitzer teilten dem ermittelnden Polizeibeamten glaubhaft mit, dass sich die zweifelhaften ‚Scherzbolde‘ bei ihnen gemeldet und ihre Hühner wieder abgeholt hätten“, berichtet Meissner.

Es soll, wie bereits vermutet, ein Scherz gewesen sein. Die beiden Parteien hätten sich intern geeinigt. Da tatsächlich keine Anhaltspunkte einer Straftat vorlagen und auch ein Verstoß gegen die herrschende Ausgangssperre nicht nachzuweisen ist, wurde der Fall von Seiten der Polizei ebenfalls abgeschlossen und zu den Akten gelegt.

pi

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