Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Viehmarktplatzes ging in die dritte Runde

Gremium und Bürger uneinig

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Bei der dritten Bürgerbeteiligungsrunde wurde viel über die vorgelegten Entwürfe diskutiert.
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Fürstenfeldbruck – Die Planungen, wie der Viehmarktplatz künftig aussehen soll, haben sich wohl auf zwei reduziert. Bei der dritten Runde der Bürgerbeteiligung ist ein Entwurf durchgefallen. Bei den anderen beiden gehen die Meinungen zwischen Bürgern und Stadt auseinander. 

Das Konzept der Planungsbüros planorama sowie Hütten & Paläste, den nördlichen Teil des Viehmarktplatzes mit einer offenen Holzkonstruktion als Witterungsschutz zu überdachen, fand kaum Befürworter. Im 13-köpfigen Bauherrengremium gab es nur einen Befürworter. Und auch die Bürger, die ihre favorisierte Planung bei der dritten und vorerst letzten Veranstaltung mit roten Aufklebern markieren konnten, erwärmten sich nicht für diese Idee. Übrig blieben das Konzept einer eher klassischen Markthalle – von den Planern bbz und Frölich Schreiber als „Marktscheune“ bezeichnet – und ein modern anmutender sogenannter „Loop“ der Planer Haack + Höpfner und Planstatt Senner. Vor allem der „Loop“ – ein zu drei Vierteln geschlossener Kreis mit begehbarem Dach – hat es den Brucker Bürgern angetan. Mit ein Grund für den Zuspruch war auch der Turm an der Pucher Straße, der bereits bei der zweiten Bürgerbeteiligung für Begeisterung sorgte. In dem Bauwerk sollen die Zufahrt zur Tiefgarage, Wohnungen, ein Gastronomiebetrieb und ein Turmcafé untergebracht werden. Außerdem kann er als Aussichtspunkt für einen Blick über die Stadt bis zum Kloster Fürstenfeld dienen. Beim Bauherrengremium landete diese Planung mit vier Befürwortern aber nur auf dem zweiten Platz. 

Acht der Vertreter und Berater der Stadt sprachen sich dagegen für die Marktscheune aus. In dem knapp zehn Meter hohen Gebäude sollen Marktstände integriert werden, die bei Bedarf auch auf den Platz hinaus gestellt werden können. Nicht mehr verfolgt wird die zu Beginn der Planung aufgebrachte Idee von hochklappbaren Wänden, um die Halle öffnen zu können. Die ist laut den Planern zu teuer, da technisch viel zu aufwändig. Dem Bauherrengremium gefiel besonders, dass die Halle von allen Seiten gut begehbar ist und keine Engstellen zur angrenzenden Bebauung bestehen – anders als beim „Loop“, wie Jochen Rümplein von dem Gremium erklärte. „Jetzt ist der Stadtrat gefordert“, kommentierte der amtierende Bürgermeister Erich Raff das unterschiedliche Votum von Bürgern und Bauherrengremium. „Wir werden mit der Aussage des Gremiums in die Beratungen gehen“, kündigte Raff an. Kommt es dort zu knappen Mehrheiten, soll das Bürgervotum nach Raffs Ansicht den Ausschlag geben. „Ich sehe das Ergebnis der Bürgerbeteiligung als eine Stimme.“

Stadtrat kann erst im Sommer über Gestaltung diskutieren

Bis eine Entscheidung fällt, kann es aber gut und gerne noch bis Herbst dauern. Zuvor will der Stadtrat die Pläne und die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung in einer Klausur noch intern diskutieren. Aufgrund anderer Termine wird das laut Raff aber kaum vor dem Sommer geschehen. Die konkreten Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden nach deren Auszählung in einigen Tagen auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. 

Andreas Daschner

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