Kontaktbeschränkungen nicht eingehalten

Viele Verstöße am Wochenende: Polizei löst Corona-Partys auf

Polizeiauto
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Die Olchinger und Germeringer Polizei löste am Wochenende mehrere Partys auf, bei denen die Corona-Vorschriften nicht eingehalten wurden.
  • vonMiriam Kohr
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Landkreis - Das Ende der Ausgangssperre und das schöne Wetter veranlasste wohl vor allem Jugendliche, sich am Wochenende zu treffen - entgegen der Kontaktbeschränkungen. Die Polizei löste demnach einige Corona-Partys auf.

In Gröbenzell: Zahlreichen Anwohnerbeschwerden über feiernde Jugendliche gab es übers Wochenende aus Gröbenzell zu vermelden. „Dort war besonders der S-Bahnhof und das Wildmoosgelände bei den Jugendlichen beliebt“, erzählt Polizeihauptkommissar Martin Hofmann von der Olchinger Polizei. Die Polizei kontrollierte hier viele junge Leute und musste einige Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz verfolgen. 

In Olching: „Das Ende der nächtlichen Ausgangsbeschränkung veranlasste auch dieses Wochenende wieder viele junge Autofahrer, sich bis weit über Mitternacht hinaus, mit ihren aufgemotzten Boliden an unserer großen Neu-Estinger 24h Tankstelle zu treffen“, schildert Polizeihauptkommissar Hofmann einen Fall in Olching. Dabei vergasen sie sowohl die Maskenpflicht, das Versammlungsverbot und auch Mindestabstände waren ihnen fremd, so Hofmann weiter. Das Resultat waren etliche Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz und verkehrsrechtliche Verstöße nach der Straßenverkehrszulassungsordnung. Bei einem Fahrzeug musste außerdem aufgrund der erheblichen Veränderung die Weiterfahrt unterbunden werden. 

Ebenso musste die Olchinger Polizei eine größere Party von Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren in der Nähe des kleinen Olchinger Sees auflösen. „Die jungen Leute feierten ganz ausgelassen und mit reichlich Alkohol das Ende der nächtlichen Ausgangssperre. Schutzmasken und Mindestabstände waren Fehlanzeige“, sagt Hofmann auch hier. Die Eltern der jungen Leute wurden verständigt. „Dem Partyvolk“ erwarte nun Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.  

In Puchheim: Im Rahmen von Kontrollen am Puchheimer Bahnhof am 26. Februar konnten durch die Polizei mehrere Verstöße gegen die derzeitigen Corona-Regeln festgestellt werden. Drei Jugendliche im Alter von 16 bis 17 Jahren aus Olching und Puchheim trugen nicht nur den vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz nicht, sondern waren auch aus drei unterschiedlichen Haushalten - womit sie gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen verstießen. „Alle drei zeigten sich gegenüber den Polizeibeamten uneinsichtig und unangebracht respektlos“, schildert Polizeihauptmeister J. Wolters. Es wurden Platzverweise ausgesprochen. „Tatsächlich auf einen Zug oder Bus wartete keiner von ihnen“, merkt Wolters zudem an. Beanstandungen gab es außerdem bei zehn weiteren Kontrollen. Hier müssen die Betroffenen ebenfalls mit einer Anzeige rechnen, da sie entweder gegen die Maskenpflicht oder gegen Kontaktbeschränkungen verstießen.

In Germering: Eine Streifenbesatzung vor den Germeringer-Einkaufs-Passagen stellte am Samstag, 27. Februar, gegen 16.50 Uhr eine fünf-köpfige Gruppe Jugendlicher fest. Sie wollten gerade bei einem Restaurant Essen abholen. Die 16 Jahre alten Jugendlichen gehörten alle unterschiedlichen Haushalten an und verstießen somit gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen. Trotz einer eindringlichen Belehrung über die derzeit geltenden Vorschriften, konnte die Gruppe wenig später erneut zusammen angetroffen werden. Gegen die Jugendlichen wurde jeweils ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

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